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Werk:Werk:Phaidon (Platon)/118

aus AufEinWort, der freien Forschung

—Übrstzng B.Z.

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Als wir das hörten, schämten wir uns und hielten inne mit Weinen. Er aber ging umher, und als er sagte, daß ihm die Beine schwer würden, legte er sich nieder auf den Rücken – so nämlich hatte es ihm der Mensch aufgetragen; zugleich berührte ihn eben dieser, der ihm das Gift gegeben hatte, und untersuchte in Abständen seine Füße und Beine. Dann drückte er fest seinen Fuß und fragte ihn, ob er es spüre, er aber sagte nein. Und danach wiederum die [1] Unterschenkel; und so hinaufgehend zeigte er uns, daß er abkühlte und erstarrte. Er berührte ihn nochmals und sagte, daß er, sobald es ihm zum Herzen gelangt sei, sterben werde.

Schon hatte die Kälte beinah seinen ganzen Unterleib ergriffen, da sagte er, indem er sich aufdeckte – er hatte sich nämlich zugedeckt –, und das waren seine letzten Worte: Kriton, dem Asklepios schulden wir einen Hahn. Entrichtet ihm den und vergeßt es nicht![2]

Das soll geschehen, sagte Kriton. Aber sich' zu, ob du noch etwas anderes zu sagen hast.

Als er ihndas fragte, antwortete er nicht mehr, sondern wenig später zuckte er und der Mensch deckte ihn auf; da waren seine Augen gebrochen. Als Kriton das sah, schloß er ihm Mund und Augen.

[3] Das, Echekrates, war das Ende unseres Freundes, eines Menschen, der, wie wir sagen möchten, von den damaligen, die wir gekannt haben, der beste und überhaupt der vernünftigste und gerechteste war.▷

—Übrstzng F.S.