Zum Inhalt springen

Werk:Werk:Phaidon (Platon)/319

aus AufEinWort, der freien Forschung

—Übrstzng

◀▷Wenn sie aber, meine ich, befleckt und unrein von dem Leibe scheidet, [B] weil sie eben immer mit dem Leibe verkehrt und ihn gepflegt und geliebt hat und von ihm bezaubert gewesen ist und von den Lüsten und Begierden, so dass sie auch glaubte, es sei überhaupt gar nichts anderes wahr als das Körperliche, was man betastet und sieht, isst und trinkt und zur Liebe gebraucht, und weil sie das für die Augen Dunkle und Unsichtbare, der Vernunft hingegen Fassliche und mit Wahrheitsliebe zu Ergreifende gewohnt gewesen ist zu hassen und zu scheuen und zu fürchten, [C] meinst du, dass eine so beschaffene Seele sich werde rein für sich absondern können?▷