Was ist gut, das Gute?
Über diese Seite Werk
-
Wundersame Kommunikation
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann
Schriftstück
18. Februar 2021 n. Chr. erst.
Ausgabe 02
Ausgabe 02
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
↑ Zwischenmenschliche Beziehungen
→ Was ist gut, das Gute?
↓ Nachtrag zu gut-böse-Denkweise
2021021802 Was ist gut, das Gute?.pages
(1) Wahrheitsgüte Schlüsselbegriffe
(1.1) Was auch immer ich an Wissen, Kenntnissen, Informationen bislang ergriffen habe, um sie zu begreifen, daß von Gelehrten oder anderen stammt und es zu verstehen, Erklärungen für ein Dasein oder Daseinzustand zu erhalten, die Wahrheit darüber erfahren wollte, stellte sich letztendlich als ungenau, verfälscht, unvollständig, unklar, unzureichend, oft gar als vorgetäuscht, erlogen oder entgegengesetzt wahr und daher schädlich heraus. Oftmals stellte sich bei mir der Eindruck ein, daß entweder Unvermögen ausschlaggebend für die geringe Wahrheitsgüte der Bestimmungen der Bedeutung der Wortbegriffe für alle Schlüsselbegriffe waren, oder gar versteckte Absichten damit verbunden wurden, um Motive zu verwirklichen, die von einer schlechten oder niederen Tugendhaltung gegenüber sich selbst, anderen, der Menschheit und der Natur zeugen.
(1.1.1) Mir ist es jedenfalls nach nun fast 16 Jahren Überprüfung bedeutender Wortbegriffe, die als Schlüsselbegriffe einen erheblichen Einfluß auf unser Denken, Fühlen, Empfinden, Handeln und Verhalten ausüben nicht gelungen auch nur einen Wortbegriff zu finden, dessen Beschreibung und Erklärung zu einem Dasein und dessen Zustand annähernd ausreicht um zu einer Erkenntniß zu gelangen, die ausreichend zutreffend ist und über eine ausreichend hohe Übereinstimmung zu dem Dasein oder Zustand hat. Die Wahrheitsgüte der Wortbegriffe und Schlüsselbegriffe, die Güte der Wahrheit in einer wirklichen Übereinstimmung mit der Tatsächlichkeit des Daseins, ist meist so mangelhaft, daß bei deren Verwendung es unweigerlich zu Mißverständnissen und Fehlschlüssen im Hinblick auf das Erreichen guter Daseinzustände, deren Erhaltung und Verbesserung kommen muß.
(1.1.2) Ich will damit nicht sagen, daß alle anderen schlecht oder betrügerisch waren oder sind, daß alles je entdeckte, bestimmte und entwickelte mehr oder weniger falsch sei, jedoch habe ich besonders in den letzten 8 Jahren den Eindruck gewonnen, daß sich meist diejenigen Bestimmungen für Dasein und Daseinzustände durchsetzen und jene Gelehrten zu Autoritäten in einem Fachbereich oder wissenschaftlichen Disziplin gemacht werden, die andere Motive verfolgen als gleichrangig für sich selbst, andere, der Menschheit und Natur wohlwollend eingestellt zu sein, gleichrangig nach allgemeinen Wohlergehen streben und auch gleichrangig im Hinblick auf das Erreichen guter Daseinzuständen, deren Erhaltung und Verbesserung hin tätig sind. Der Beweis, daß dem so ist, liefert die Menschheitsgeschichte und das jeweils aktuelle Weltgeschehen bis hin zu Dasein und Verhalten eines jeden Menschen und brauche ich daher an dieser Stelle nicht erneut aufzuzeigen, da es jeder selbst einschätzen und erkennen kann.
(1.2) Mit dem Schriftstück "Zwischenmenschliche Beziehungen" habe ich ein besseres Menschenbild aufgestellt, als ich es in den Schriften der bisherigen und mir bekannten Gelehrten und Bestimmungen über den Mensch für mich auffindbar war. Ich kenne keinen Menschen, der nicht unterhalb seiner Menschenwürde und seinen Möglichkeiten und menschlichem Vermögen lebt, sollte es ihm scheinbar noch so gut ergehen. Mich darin einbeziehend strebe ich danach daß natürliche menschliche Vermögen und seine tatsächlichen Möglichkeiten zu erforschen, zu entdecken und Verfahren zu entwickeln, die den Menschen selbstbestimmt und in Eigenleistung zu dem werden lassen, was er als Mensch eigentlich ist – gut und ein Gut, egal wie böse oder schlecht er gerade für sich selbst oder andere erscheinen mag.
(1.2.1) Der Masse der Menschen ist nicht bewußt, wie niedrig sie sind, wie schlecht ihr Daseinzustand ist und über welches Vermögen sie auf natürliche Weise verfügen. Der Mensch ist von seinen natürlichen Anlagen her gut und ein Gut, jedoch nicht im Sinne einer Ware, sondern von seiner Wesensnatur her und er kann von dieser ausgehend an sich nur Gutes bewirken und in dem Ausmaß, wie ihm dies nicht gelingt oder möglich ist, verliert er auch an Menschlichkeit, infolge gar das Vermögen noch ein Mensch zu sein oder wieder zu werden. Doch was ist gut, ein Gut, ein Mensch und so weiter?
(1.2.2) Ich habe noch keinen Wortbegriff gefunden, der wirklich das bedeutet, was er wortwörtlich undoder als Begriff zum Ausdruck bringt. Da ich diese Wortbegriffe gelernt habe und mit ihnen denke und schlußfolgere, bleibt die Güte meiner Erkenntnisse, Schlußfolgerungen, Bestimmungen, Entscheidungen, meine daraus gewonnenen Einstellung weiter fraglich, in Bezug auf deren tatsächlichen Wahrheitsgehalt. Eine Sache aufzuklären sei es ein Wortbegriff, Satz, grundlegende Vorstellung der Gelehrten, so benötigt man immer etwas anderes als Vorwissen, um dasjenige, daß es zu überprüfen, einzuschätzen, bestimmen zu können, um letztlich eine Erklärung zu erhalten, die ein Dasein tatsächlich erklärt.
(1.3) Ich strebe für jeden Wortbegriff, jedes Schlüsselwort nach dessen höchstmöglicher Wahrheitsgüte und damit weitestgehenden Übereinstimmung mit dem jeweiligen Dasein und Zustand, den es benennt. Widmet man sich also einem zu erklärenden Dasein, stellt man fest, daß darin Irrtümer enthalten sind und benötigt ein anderes Dasein, um diesen Irrtum zu beheben, wobei selbiger Umstand auch in Bezug auf das Dasein besteht, daß man zur Erklärung eines anderen einbezieht und man so in eine scheinbare Unendlichkeit gerät und nie etwas wirklich abschließend bestimmen zu können. Ich erkenne die Schwierigkeit der Gelehrten Wortbegriffe zu bilden, Wortbildungen zu schöpfen, jedoch erklärt dies nicht, daß bereits bestehende Wortbegriffe mit Bedeutungen und Gleichsetzungen belegt werden, die ganz sicher nicht zutreffend sind, jedoch infolge von den Menschen in einer für sie unbewußt falschen Art und Weise verwendet werden und sie daher unwillentlich und unwissentlich sich selbst, andere und der Natur Schaden zufügen.
(1.3.1) Über viele Jahre hinweg habe ich mich forschend durch die Bedeutungen der Wortbegriffe weit hinein gewagt, vor keiner wissenschaftlichen Disziplin zurückgeschreckt, Wortbegriffe und Bestimmungen früherer Gelehrter überarbeitet, und dennoch stelle ich im Verlauf fest, daß sie immer noch unzureichend sind, es oft auch Wortbegriffe gab, die mir gar nicht bekannt waren und zutreffender sind, als diejenigen, die im allgemeinen Sprachgebrauch Verwendung finden. Was den Wortschatz betrifft, so verwenden wir wohl meist die Worte, die uns einfach zugänglich sind und neigen dazu mit wenigen Wortbegriffen möglichst viel umschreibend zum Ausdruck zu bringen, anstelle diejenigen Worte zu verwenden, die es genauer beschreiben oder erklären würden was war, ist oder wird.
(2) Bestimmungen der Wortbegriffe
(2.1) Zu jeden Zeitalter gab es Gelehrte, die Versuche unternahmen Wortbegriffsbestimmungen (Definitionen) festzuschreiben, so daß andere sie verstehen und richtiger verwenden können. Doch konnten und können sie dies nur entsprechend der Güte ihrer Vernunft tun und so fließen in ihre Wortbegriffsbestimmungen an sich maßgebend ihre eigenen Vorstellungen entsprechend dem, was sie vernommen, ihrer meist zweiwertigen Logik nach geschlußfolgert, erkannt und bestimmt haben. Die Vernunft ist Bestandteil der Tugendhaltung und steht zu Gesinnung, Gemüt, Verstand, aus denen sich die Denkweise eines Menschen herausbildet und fließen daher in die Bestimmungen jedweder Art von Wortbegriffen ein.
(2.1.1) Da die meisten Gelehrten mit der ihnen eingewöhnten unmenschlichen zweiwertigen Logik des antiken Griechenland denken, die sie vorwiegend über Neoplatonismus, Aristotelismus und Scholastik als die einzig wahre und richtige Denkweise aufnehmen, kann ihnen nicht einmal bewußt werden, daß sie dadurch erhebliche Mängel im erkennen und bestimmen des Daseins haben. Die aus dieser Denkweise heraus entwickelten Mittel und Verfahren, die Richtigkeit ihrer Bestimmungen zu überprüfen und zu bestätigen, können nicht besser sein, als ihre grundlegende Logik und daher bestätigen sie ihrer Bestimmungen als wahr, obwohl sie meist mangelhaft und oft auch völlig falsch sind.
(2.1.2) Dies trifft umso mehr zu, je mehr es sich auf Leben, Psyche, Emotionen, Denken, Handeln und Verhalten bezieht. Je mehr es sich ihre Bestimmungen auf unbelebte Physik beziehen, umso eher treffen ihre Bestimmungen zu, jedoch da auch maßgebend nicht aufgrund ihrer Vorhersagen, Berechnungen oder Vorwissen, sondern aufgrund ihrer Erfahrungen sich oft wiederholender Versuche und nicht selten stoßen sie per Zufall auf etwas anderes nützlich Erscheinendes, als das, was sie eigentlich suchten.
(2.1.3) Mir erscheint es oft so, daß ihnen etwas gelingt und sie dann dazu Erklärungen liefern, die jedoch meist nur ein Dasein oder Vorgang beschreiben, ihnen deren Urgründe unbekannt bleiben und so sich gezwungen sehen Wissen vorzutäuschen oder rein aufgrund ihrer niedrigen Logik zu Schlußfolgerungen gelangen, die sie als Erklärungen geben, die jedoch mehr oder weniger aus der Luft gegriffen sind.
(2.1.4) Ein Wortbegriff wird durch weitere Wortbegriffe beschrieben und erklärt und mir ist aufgefallen, daß Gelehrte die wahre Bedeutung eines Oberbegriff verschleiern, in dem sie untergeordnete Wortbegriffe, die Unterbegriffe oder in Beziehung stehende Begriffe verändern und so ein Oberbegriff unverändert bleibt, jedoch etwas anders für den normalen Bürger zum Ausdruck bringt, als für den Gelehrten, der auch zum Beispiel Richter sein kann und man sich daher wundern wird, verurteilt worden zu sein.
(2.2) So lesen wir meist bei bedeutenden Wortbegriffsbestimmung bei Schlüsselwörtern lediglich die letzte Lehrmeinung bis hin zu einer für uns selbst unbewußten Täuschung durch einen Gelehrten, der sich gegenüber anderen durchgesetzt hat. Ermittelt man die Entstehungsgeschichte eines Wortbegriff vom frühest auffindbaren Zeitpunkt und erstellt einen Ablauf der eingewirkten Wandlungen, so erkennt man aus den Wortbegriffsbestimmungen neben den darin enthaltenen Annahmen, Vorstellungen und Meinungen auch die Güte der Gesinnung, Vernunft, des Verstand, sowie Gemüt des jeweiligen Gelehrten und kann oft auch dessen Motiv oder Ziel erahnen, daß er verfolgte, soweit es sich um bewußte Verfälschungen handelt.
(2.2.1) Dies alles könnte mir auch selbst als Fehler unterlaufen und sich selbst als ohne verfälschende Einflüsse zu sein anzunehmen, absolute Unvoreingenommenheit sich selbst zuzuschreiben, würde genau zu dem führen, was ich an anderen bemängele. Da ich eine höhere Denkweise und damit multidimensionalen Logik arbeite, die dem Menschen offenbar auf natürliche Weise zu eigen ist, so kann ich kaum einen Wortbegriff so verwenden, wie er durch Gelehrte bestimmt wurde. Da Gelehrten meist nur eindimensional Schlußfolgern, zweidimensional in Gegensätzen Denken, die dritte Dimension für sie meist nur ein Vielleicht, Zweifel oder als neutral und somit ohne Einfluß bestimmt wird, die vierte Dimension für sie meist Zeit ist, gelangen sie zu sehr beschränkten Sichtweisen über ein Dasein und infolge zu Schlußfolgerungen niedriger Wahrheitsgüte.
(2.2.2) So an sich auf eine ja-nein, richtig-falsch aufbauende zweiwertige Logik, die nicht über eine ja-vielleicht-nein dreiwertige Logik hinausgeht, laufen demzufolge ihre Lösungsansätze auf Druck, Zwang, Gewalt bis hin zu Mord und Krieg aus. Überall dort, wo diese mehr oder weniger stark und häufig zur Anwendung kommen, wurde die wahre Problemstellung, sowie die Ursache einer Problemstellung verkannt und daran sind auch die verwendeten Wortbegriffe anteilig beteiligt, da sie die falschen Schlußfolgerungen und Entscheidungen fördern und mitbewirken.
(3) Wortbeziehungen
(3.1) Die Wortbegriffe der Gelehrten sind meist als Gegensatzpaar aufgestellt, zum Beispiel Gott-Teufel, wodurch sie sich auf zwei Dimensionen begrenzen, die aufgrund dieser Logik als Schlußfolgerung nur eine Dimension der Handlungsrichtung erwirken, da sie etwas als gut bestimmen müssen, wodurch das andere böse oder schlecht sein muß. Jeder Wortbegriff steht jedoch mindestens zu drei weiteren Wortbegriffen in Beziehung, die oft nicht einmal Gegensatz zueinander sind und haben selbst nur eine eingeschränkte von Bedingungen abhängige Wahrheitsgüte, sind daher nie absolut wahr und in Abhängigkeit zu den anderen Begriffen steht.
(3.1.1) Bei einem Gegensatzpaar ist der eine Begriff dem anderen jeweils entgegengesetzt, sozusagen umgekehrt gepolt und dadurch entsteht eine Gegnerschaft und entsprechend dem Ausmaß der Nichtübereinstimmung entsteht entsprechend die Ladung und Spannung zwischen ihnen. Mit einem Begriff ist jeweils ein logischer Satz verbunden, der den Begriff in seiner Bedeutung, Richtigkeit und Wahrheitsgüte bestimmt. Ist die Logik niedrig, ist der Satz niedrig, ist der Begriff falsch undoder hat eine niedrige Wahrheitsgüte, wodurch es ihm an Richtigkeit mangelt.
(3.1.2) Dies ist so, weil jedes Dasein ebenso in Abhängigkeit zu mindestens drei anderen Bedingungen in deren Stärke und Vorhandensein steht. Das Dasein ist das Dasein und ein Wortbegriff kann nicht mehr als eine Annäherung an das Dasein sein, da es selbst immer dessen beschreibende undoder erklärende sprachbedingte Minderung ist. An sich kann man mit einem Wortbegriff ein Dasein nicht vollständig erfassen, da ein Dasein sich an sich durch sein Dasein erklärt. So können Worte wiederum einen bestimmten Wortbegriff nur annähernd erklären, da der Wortbegriff für sich selbst dastehend die Erklärung ist. Worte müßten selbsterklärend sein, damit sie unmittelbar verstanden und nicht durch die Verwendung weiterer Worte in deren Wortbedeutung verfälscht werden.
(3.2) Wenn man jemanden den Wortbegriff "Stuhl" erkennen und begreifen lassen will, so sollte man ihm ohne weitere Beschreibungen und Erklärung einen Stuhl geben, so daß er ihn als Stuhl räumlich erfahren kann, ihn als Stuhl lediglich benennen, so daß er den Gegenstand mit dem Wort in Beziehungen setzt und erst wenn er diesen als Stuhl verstanden hat, er ihn beschreiben und erklären kann, über diesen sprechen. Wortbegriffe zur Benennung von Gegenständen stellen weitestgehend keine so große Schwierigkeit dar, da man sie kaum verfälschen kann. Dei allen Wortbegriffen die nicht gegenständlich sind, die sich auf Sein, Tun, Werden und Wirkung beziehen, die man nicht oder nur wenig räumlich selbst erfahren kann, setzt an sich erst die Schwierigkeit deren Bestimmung, Benennung, Beschreibung, Erklärung und Abgrenzung zu anderen Wortbegriffen ein, wie auch die Möglichkeit deren Dasein und Daseinzustände zu verkennen undoder auch zu verfälschen.
(3.3) Dann kommt der Umstand hinzu, daß Gelehrte oft Gegensatzpaare aufstellen die unmittelbar gar keine Gegensätze sind, wie zum Beispiel Licht-Dunkelheit und schreiben dann auch noch beiden Ursächlichkeit zu, wobei im Fall von Licht-Dunkelheit nur Licht Eigenschaften und eine eigene Ursächlichkeit hat und Dunkelheit als die Abwesenheit von Licht zu bestimmen ist. Würden Kleriker über ihre Religionen und Glaubenssätze mal genauer nachdenken, so würden sie erkennen, daß ihr Gott sich wie Licht verhält und daher auch gerne als Gott angesehen wird, wie es bei allen Religionen mehr oder weniger stark der Fall ist und ein Teufel selbst nicht als Dasein sein kann, da es, wenn es einen Gott gibt, nur die Abwesenheit Gottes, oder die Gottlosigkleit eines Menschen oder Dasein sein kann, wenn sich etwas als böse oder schlecht herausgebildet hat.
(3.3.1) Abgesehen von den meisten Naturkatastrophen wurde das darüber hinausgehende Unheil auf Erden gegenüber Menschen und der Natur zu allen Zeitaltern durch Menschen herbeigeführt und auch viele Naturkatastrophen lassen sich auf den jeweiligen Lebensstil mehr oder weniger großer Menschenmengen zurückführen. Es kommt also vor, daß Gelehrte durch Bestimmung eines Wortbegriff ein Dasein benennen, daß als solches nicht da ist und auch nicht da sein kann. Ein Dasein bedingt Räumlichkeit, Fortdauer und anderes Dasein, so daß es als Wirkung bis Tatsächlichkeit hervorgebracht wird, jedoch benötigt es grundlegend auch die Möglichkeit hervorgebracht werden zu können. Nur weil wir uns im Denken alles mögliche als Dasein ausdenken können, besagt dies nicht, daß es die Tatsächlichkeit einer Möglichkeit zu einem räumlichen Dasein hat und nur was räumliche Ausdehnung an einem Ort im Universum erlangen und erhalten kann und zu anderem Dasein in Wechselbeziehung gehen kann, kann als Dasein auch da sein und eine Wirkung ausüben. Nur wenn Wirkungen ausgeübt werden, kann sich eine Tatsächlichkeit als Erscheinung, Geschehen oder Gegenständlichkeit aus ihr herausbilden.
(3.4) Die gut-böse-Denkweise richtet die Aufmerksamkeit des Menschen unweigerlich auf das, was er als böse, schlecht oder übel und so weiter eingeschätzt hat und infolge dazu es je nach Situation zu bekämpfen. Abgesehen von wirklichen Gefahren kommt dies jedoch dem gleich, als würde man mit Gewalt die Dunkelheit bekämpfen. Wie bekämpft man Dunkelheit am einfachsten? In dem man Licht macht, das Dunkle beleuchtet und dadurch wird es hell. Allein aus diesem Satz kann man ableiten wie man Böses, Schlechtes oder ein Übel vermeidet oder behebt, eben in dem man für eine Art "Licht" sorgt, die ein aufkommen des anderen schon im entstehen ergreift. Doch sollte beachtet werden, daß wie es in der Natur das an sich lebensfördernde Licht bei zu viel davon zum Nachteil wird und ein zu viel des Guten sich ebenso in sein Gegenteil wandelt und zum Bösen wird. Dies liegt daran, daß für gute Daseinzustände eine Art "Licht" somit eine Art "Gutes" nicht genügt.
(4) Wie die Denkweise die Güte der Wortbegriffe bestimmt
(4.1) Man kann ein Dasein wie auch ein Wort und einen Wortbegriff in dessen Bedeutung jeweils nur mit Worten untergeordneter bis ähnlicher Bedeutungen umkreisend beschreiben und erklären, so daß dies bei schließen solch eines Nebendeutungskreis eine Erkenntnis über das zu beschreibende und erklärende Dasein auslöst und daß eigentliche Bewußtwerden über das Dasein im eigenen Vorstellungsvermögen erfolgt, welches jedoch wiederum durch die Verfertiger Gesinnung, Vernunft, Verstand und Gemüt der Tugendhaltung beeinflußt wird und daher je nach Güte der Tugendhaltung auch die Güte der Erkenntnis ausfällt.
(4.1.1) Die Tugendhaltung bildet sich aus seinen Verfertigern heraus und wird so selbst zu einem Verfertiger der wiederum in Abhängigkeit der Wechselbeziehung zum jeweiligen Daseinzustand des menschlichen Körpers, dessen Güte an Gesundheit, sowie zur Güte seines Lebensumfeld und seiner sich daraus ergebenden Lebensumstände herausbildet. Das Dasein eines Menschen beruht bereits auf einer multidimensionalen Wechselwirkung von Verfertigern und benötigt daher eine multidimensionale Denkweise.
(4.1.2) Da dies auch auf mich selbst zutrifft, ich selbst daher nicht in der Lage bin eine absolut wahre Aussage zu machen ist auch das, was ich erkenne und verschrifte nur das Spiegelbild meiner eigenen Tugendhaltung in dessen Güte, wie es bei jedem anderen Menschen ebenfalls ist. Ähnliche Tugendhaltungen werden leicht zu einer Übereinstimmung in Bezug auf Bestimmungen gelangen. Schätz ich die Gemüter der Gelehrten an, so stelle ich fest, daß sie ebenfalls entsprechend ihrer Gemüter zur Übereinstimmung oder in Streit geraten und allein das Streiten der Gelehrten ist schon ein genügender Beleg dafür, daß ihre Tugendhaltung jeweils zu niedrig ist, als daß sie Gelehrte sein dürften, die Bestimmungen für andere Menschen festlegen.
(4.1.3) Nicht einmal das erkennen sie, daß sie aufgrund ihrer Tugendhaltung, Denkweise und Vorgehensweise nicht in der Lage sind, Dialoge zu führen, denken jedoch meist über sich selbst gegenüber den oder die anderen, der Vernünftigere, Klügere oder Bessere zu sein, da sie eben allesamt noch in der gut-böse-Denkweise verhaftet sind, die ein solches Denkgefängnis erwirkt, daß es ihnen seit Menschengedenken nicht gelingt, sich daraus zu befreien. Mir ist jedenfalls noch niemand bewußt oder bekannt geworden, der nicht dieser zweiwertigen Logik folgend schlußfolgert und dies trifft daher auf alle Gelehrten, Akademiker, Kleriker, Wissenschaftler, Politiker und so weiter und aufgrund ihnen auf die Masse der Menschen zu.
(4.1.4) Ich denke nicht, daß ich der einzige sei, der mit einer höheren Denkweise arbeitet, jedoch weiß ich aus eigener Erfahrung, daß man von ihnen ausgegrenzt und bekämpft wird, da sie Schwierigkeiten haben aufgrund ihrer Eingewöhnung, die ihr Bewußtsein erheblich begrenzt, Aussagen aus einem höheren Bewußtsein kommend anzunehmen, schließlich sieht man ja die Welt zum größten teil, wie man mein, daß sie sei, interpretiert entsprechend und sieht daher nicht was möglich, wirklich und tatsächlich ist.
(4.2) Damit ein anderer überhaupt verstehen kann müßte ich ihn erst die höhere Logik beigebracht haben damit er seine eigene Logik und ihre niedrige Stufe selbst erkennt, müßte ihn darin schulen, in dieser höheren Logik denken zu können und erst dann beginnt er die niedrige Güte seiner eigenen Schlußfolgerungen und Erkenntnisse und die anderer, die in Bezug auf Leben, Psyche, Denken, Handeln und Verhalten des Menschen, den Menschen in seinem gesamten Dasein getroffen wurden und werden, sowie all das Unheil auf Erden durch die von ihm selbst bislang verwendete Denkweise mitbewirkt wird.
(4.2.1) Der höheren Logik folgend wäre es ein Fehler nur einen Umstand als Hauptursache für alles zu bestimmen, da auch hier die Regel der höheren Logik bedingt ist, daß ein Daseinzustand immer durch drei weitere in unmittelbarer Beziehung stehenden anderen Daseinzustände erwirkt werden. Somit muß man mindestens drei weitere Bestimmungen zu dem Mangel an höherer Denkweise gelangen, damit es nicht zu einem eindimensionalen Lösungsansatz kommt, da dies bislang meist der Fall war und mit diese Weltweiten bis persönlichen Daseinzustände erwirkt.
(4.3) Jede zweiwertige Logik läuft auf eine Dimension durch Entscheidung nach dem Muster gut-böse, gut-schlecht oder ähnlich hinaus und führt unmittelbar in den Zustand eines Monismus, eines Monotheismus und alle monistischen und monotheistischen Bestrebungen, damit jede politische Partei, die meisten Religionen, wie auch Wissenschaften sind maßgebend an der Entstehung schlechter Daseinzustände beteiligt, täuschen jedoch meist vor im Guten zu denken und zu handeln und nach der Verbesserung der Daseinzustände zu streben. Man kann an sich kaum einen Menschen auf Erde davon ausgehen, da die Eingewöhnung in die niedrige unmenschliche Logik seit Sokrates in die Lehr und Schulsysteme eingebracht und gefestigt ist und diejenigen, die eine schulische Ausbildung erhalten, von klein auf an in eine unmenschliche und dem Menschen unwürdige Denkweise eingewöhnt werden.
(4.3.1) Auf die drei anderen Daseinzustände, die an der Entstehung all des Übels auf Erden mitwirken und sich gegenseitig erhalten, werde ich in weiteren Schriftstücken eingehen. Mir geht es gegenwärtig um die Bestimmung der Wortbegriffe, die es mir ermöglichen mich so auszudrücken, daß meine Erkenntnisse und Aussagen unverfälscht verstanden werden. Was ich an Aussagen verschrifte soll im Leser oder Hörer möglich soweit annähernd die Vorstellungen erwirken, die ich selbst beim Verschriften hatte und da stoße ich auf die Schwierigkeit, der Tugendhaltung und des Wortschatzes mit all den eigenen Wortbedeutungen, die jemand seines inneren Wörterbuches entsprechend, dem Eigenwörterbuch, aufgenommen hat und für gewöhnlich verwendet.
(4.3.2) Jeder Mensch hat einen für ihn eigenen Wortschatz, der nur anteilig derjenige ist, den die gesamte Sprache umfaßt. Jedes Wort und jeder Begriff die ein Mensch in seinem Leben vernommen hat, wurde von ihm Entsprechend seiner Tugendhaltung und seinem Vermögen über Wörter und Begriffe zu Erkenntniß zu gelangen aufgenommen. So wie sie mit ihren jeweiligen Bedeutungen vernommen wurden, wandeln sich diese zusätzlich im Lebensverlauf, erhalten Veränderungen und Nebenbedeutungen und letztendlich verwendet ein Mensch einen Wortbegriff meist emotional bedingt, aus seinem Unbewußtsein heraus und ist sich der Güte dessen Wahrheitsgehalt nicht bewußt.
(5) Güte einer Sprache
(5.1) Die deutsche Sprache hat nach meinem Wissen und Kenntnisstand gegenüber anderen Sprachen romanischen Sprachen den Vorteil, Dasein und deren Zustände sehr gut so zu beschreiben, daß eine Erkenntniß über das jeweilige Dasein und dessen Zustand in einer guten bis ausreichenden Güte bewirkt werden kann. Es ist dennoch möglich, daß dies auch andere Sprachen bieten, doch kenne ich keine andere Muttersprache, die eine ähnliche Wandelbarkeit und Erweiterbarkeit hat wie Deutsch.Dafür hat Deutsch den Nachteil im Klangbild und uns deutschen erscheinen oft andere Sprache als wohlgefälliger.
(5.1.1) Jemand der gewandt in Deutsch als Muttersprache ist und die Wortbestandteile in dessen Bedeutungen kennt, kann jederzeit ein Wort oder einige wenige Worte neu bilden und so zusammenstellen, daß er einen bestehendes Dasein annähernd beschreiben und benennen kann und jemand, der ebenso gewandt darin ist, kann dieses Wort unmittelbar in seinen Bestandteilen erkennen und verstehen, obwohl er es nie zuvor gehört hat.
(5.1.2) Im Fall, daß es ihm nicht durch Wortzerlegung aus den Wortbestandteile erkennen kann, würde er unmittelbar nachfragen, soweit seine Tugendhaltung hoch ist. Bei niedriger Tugendhaltung geben die Menschen vor bereits zu wissen, etwas zu kennen oder zu verstehen und fragen daher nicht unmittelbar nach, oder sie denken sich eine Bedeutung aus und verwenden diese. Analytische Sprache öffnen die Tore weit für Interpretationen und je mehr synthetisch und wandelbar eine Sprache in den Wortbildungen und der spontanen Wortbildung ist, umso genauer fallen die Beschreibungen und Erklärungen über ein Dasein und dessen Zustand aus. Deutsch ist weder wirklich das eine, noch das andere. Die Einführung der Nutzung von Großbuchstaben ist eine der wenigen Veränderungen der Schriftsprache Deutsch, die wirkliche Vorteile gegenüber anderen Sprachen mit sich brachte, da sich die Vielfältigkeit um eine weitere Dimension erweiterte.
(5.2) Eine überaus ideale Sprache würde weitestgehend ohne ein Wörterbuch für den allgemeinen Sprachgebrauch auskommen und würde in einer Weise verschriftet werden, die ihrer Aussprache entspricht. Durch Rechtschreibreformen und Einflußnahme der Gelehrten hat die deutsche Sprache erheblich in den letzten 200 Jahren gelitten, so daß ursprüngliche und richtigere Bedeutungen, Aussprache und Schreibweisen immer weniger erkennbar werden. Dies erschwert die Ermittlung der Herkünfte von Wörtern und ein Erkennen der eigentlichen Wortbedeutungen. So wurden viele Schlüsselwörter mit einem ’ß‘ ihrer eigentlichen Bedeutung "entmannt", in dem man aus dem ’ß’ ein einfaches ’s’ oder doppeltes ’ss’ machte. Nicht einmal die Sprachausgabe eines Computers erkennt ein Eszett und kommt mit der Aussprache gut zurecht, da er die Vielfalt der Möglichkeiten der deutschen Sprache beherrschen kann, wie es auch beim Diktat sehr häufig zu Fehldeutung des Gesprochenen kommt. Mit English kommen Computer deutlich besser zurecht, doch ist meines Erachtens English als Weltsprache ungeeignet.
(6) Gut-böse-Denkweise und Begriffsbestimmung
(6.1) Die Menschheit nutzt weitestgehend die gut-böse-Denkweise und begrenzt sich dadurch im Denken und wie man denkt bringt man auch für einen unbewußt sein Dasein hervor und wird auch entsprechend auf das Dasein in seinem Umfeld und Einflußbereich einwirken und so mit dem Guten unweigerlich auch das Böse oder Schlechte erwirken oder bewirken. Da wir weitestgehend so denken, fallen auch die Bedeutungen der Worte entsprechend aus, tragen als Nebenbedeutung die Einschätzung der gut-böse-Denkweise mit und auch die Wortbildungen einer Sprache folgt dem im Erschaffen von Gegenbegriffen, die wie zuvor bemerkt, oft keine sind. So bringen viele Worte eine Absolutheit zum Ausdruck, die als Dasein nicht ins Dasein gelangen kann, da alle Worte aus Betrachtungen und Sichtweisen heraus entstanden sind.
(6.1.1) Mir ist in Bezug auf Deutsch aufgefallen, daß sehr alte Begriffe, die schon im Althochdeutsch bestanden und weit zurückreichen, als Wortfamilien bestanden haben und manche auch heute noch bestehen, die jeweils eine Beziehung zueinander haben, unterschiedliche Sichtweisen, auf dasselbe Dasein sind und zusammen ein Beziehungsystem ergeben, mit dem sich auf einer höheren Ebene denke, erkennen und schlußfolgern ließ. Leider sind viele deutsche Wortbegriffe und Wörter seit der Christianisierung durch Einfluß der Kleriker verfälscht worden, um sie auf das Christentum umzuleiten, sowie auch versucht wurde die Lateinische Grammatik auf die Deutsche zu übertragen, so daß viele Lehnwörter ins Deutsch, wie auch in alle europäischen Sprache eindrangen und viele Wortfamilien und Begriffbeziehungssysteme dadurch verfälscht wurden.
(6.1.2) Dennoch kann man aus den Resten noch erkennen, daß die Völker und Stämme in den Gebieten, die den heutigen Franzosen, Engländern, Skandinaviern geschichtlich und von der Herkunft zugeordnet wurden, wohl über eine andere und oft auch multidimensionale Denkweise und von den Griechen, Römern und abrahamitischen Religionen abwichen. Für Deutsch und deren Vorläufer, wie auch deren verwandten Sprachen war die Christianisierung ein erheblicher Nachteil, da mit dem Verlust der Wörter und dem Zerfall der Wortfamilien auch wertvolles Wissen verloren ging.
(6.2) Über religiöse jüdische, christliche und muslimische, wie auch durch philosophische Vorstellungen wurde weitestgehend die gut-böse-Denkweise weitestgehend verbreitet und steht in anderen Regionen dieser Welt ohne ihren Einfluß nicht so im Vordergrund und wir sehen auch besonders dort Konflikte aufkommen, in denen diese Denkweise vorherrschend Anwendung findet, da sie unablässig auch Gewalt erwirkt.
(6.2.1) Die gut-böse-Denkweise baut auf dem Gegensatzpaar gut-böse oder auch gut-schlecht wie auch gut-übel auf. Man würde davon ausgehen, daß es es eine einheitliche Wortbegriffsbestimmung für zumindest einen dieser Begriffe gäbe, daß man sich zumindest mit der Entstehung der Philosophie einig darin wurde, was zumindest gut und das Gute sei, während die Religionen es sich einfach machten und einfach das Gute mit Gott gleichsetzten und gut sein ein gottgefälliges Verhalten sei, welches sich die Gelehrten jeweils nach den Zeitaltern auszudenken pflegten. Der erste Fehler in dieser Denkweise ist dem gut-böse eine Absolutheit zuzuordnen, die auch auf wahr-unwahr Anwendung fand und dann auch noch gut mit wahr gleichzusetzen.
(6.3) Gleichsetzung von Begriffen, die nicht gleich sein können, da sie eine unterschiedliche Wortgestalt aufgrund einer anderen Betrachtung heraus erhalten haben, ist einer der häufigsten Fehler, die ein multidimensionales Denken abschalten und meist durch das Wort "ist" ausgelöst werden. Ein Wort ist wie ein Dasein und ein Dasein kann nicht ein anderes Dasein oder einem anderen Dasein absolut gleich sein, auch wenn es ihm noch so ähnlich ist. Das Wort "ist" leitet Gleichsetzungen von Ähnlichem bis völlig unähnlichem ein und erfolgt dies in Bezug auf Wörter und Wortbegriffe, so wandeln sich unmittelbar deren Bedeutungen und verlieren oder Verändern ihr Vermögen zum Verständnis und Erkenntnissen beizutragen. Auch die gelehrte Austauschbarkeit von Wörtern ist ein großer Irrtum, da jede Wortbildung in einer der Wortgestalt bedingten Einzigartigkeit ein Dasein oder Daseinzustand beschreibt, für das ein anderes Wort nur dann geeignet wäre, wenn es genau dieselbe Wortgestallt hätte, was selbsterklärend unsinnig ist.
(6.3.2) Wortbegriffe sind nur auf höchster Bewußtseinsstufe austauschbar und bringen mit dem einen zugleich das andere zum Ausdruck und je tiefer der Bewußtseinszustand ist, umso mehr wandeln sie sich in ihr Gegenteil wodurch Unwahrheit dann zum Guten wird und Wahrheit bekämpft werden muß. Die Einschätzung ob etwas oder jemand gut sei, wird durch das jeweilige Bewußtsein vorbestimmt und daß Bewußtsein steht in Abhängigkeit zur Tugendhaltung, dem jeweiligen Daseinzustand und den Lebensumständen und da diese für jeden Menschen unterschiedlich ausfallen, erhalten wir auch dementsprechende Abweichungen und Auslegungen, was oder wer denn nun gut sei.
(6.3.3) Mit zu beachten ist bei der Bestimmung, was gut sei, man zugleich auch sein Gegenteil als Möglichkeit ins Dasein bringt und ein zu viel des Guten sich in sein Gegenteil wandelt. Da die Einschätzung von dem, was gut sei vom Bewußtsein abhängt, welches man am einfachsten an dem jeweiligen Gemüt und der Emotion eines Menschen bestimmen könnte, so dürfte einem klar werden, daß jemand mit niedrigem Gemüt und niedriger Emotion wie zum Beispiel Furcht zu völlig anderen Sichtweisen über das gelangt, was gut sein, als jemand in Wut, Langeweile, Freude oder starkem Interesse am Leben und Dasein. Je höher man im Gemüt ist, infolge auch im Bewußtsein, umso mehr neigt man dazu das tatsächlich Gute für sich selbst, andere und die Natur auszuwählen oder zu bestimmen und je tiefer man kommt, umso mehr wählt und bestimmt das wirklich Schlechte.
(6.4) Egal in welchem Daseinzustand, Gemütszustand oder Bewußtsein man gegenwärtig ist, bevorzugt man das als gut, daß einem als angenehm, förderlich, nützlich erscheint, dasjenige, daß einem darin hilft ein Motiv oder Ziel zu verwirklichen, einen Wunsch erfüllt, eine Lust, ein Verlangen befriedigt, einem Vergnügen, Freude, Glück bereitet und im Grunde und zusammenfassend einen empfundenen, vorgestellten, scheinbaren bis tatsächlichen Mangel behebt. Den Menschen ist jedoch nicht bewußt, daß sich das, woran es ihnen mangeln wird nur ihrem Gesamtdaseinszustand entspringt und sich der Mangel und die Sicht auf daß Gute entsprechend dem Wandel des Gesamtdaseinszustand mit verändert. Mögen Menschen an sich völlig unterschiedlich sein, so werden sie entsprechend ihres Gesamtdaseinszustand auch ihre Übereinstimmungen bis Nichtübereinstimmungen finden und je höher sie kommen umso mehr werden sie miteinander nach Übereinstimmungen streben und je tiefer, umso mehr versuchen die Nichtübereinstimmung anderer gewaltsam zu brechen.
(6.5) Als Mensch und Menschheit in der Vielfalt der Menschen und ihrer Gesamtdaseinszustände benötigen wir etwas, das leicht von einer ausreichenden Mehrheit ihrer gut-böse-Denkweise angemessen, klar als das Gute erkennen und akzeptieren können. Bislang wurde den Menschen Angst gemacht, damit sie gefügig werden und auf Furcht gehalten, damit sie dem gehorchen und folgen, was schon lange zuvor für sie vorbestimmt wurde. Das Gute wird nur dann wirklich gut sein, wenn ein Mensch selbstbestimmt und in Eigenleistung danach strebt, in Gemeinschaften dazu beiträgt und wenn es auf ihn nicht wie ein Zwang einwirkt und tatsächliche Verbesserung der Daseinzustände hervorbringt.

(6.6) Auch ich habe nun in diesem Text oft Gegensatzpaare verwendet und wenn man dies genauer überprüft, so erkennt man, daß ich meist mehrere zugleich und wie im Fall der Tugendgüte vier sich gegenseitig übergreifende Begriffe verwende und durch diese die multidimensionale Logik aufbaue, sie zugleich Mitglieder eines Bezugssystems sind. Ein vollständiges Bezugssystem hat, wenn überhaupt, nur zwei Gegensätze, jedoch immer mindestens 6 Begriffpaare, wobei jeder Begriff zugleich mit 3 mal zwei Weiteren in einer unmittelbaren Wechselbeziehung steht, wodurch eine mehrwertige Denkweise erwirkt wird.
(6.6.1) Man kann sich auch von der gut-böse-Denkweise lösen, in dem man zu gut-ungut oder gut-nichtgut umschaltet und dies nicht auf ein Gegensatzpaar sondern die Güte eines Begriff bezieht, damit die Güte eines Daseins einschätzt, da nichts als absolut Gut oder Schlecht bestimmt werden kann. Eine erneute weltweite Sintflut wäre für die gesamt Menschheit sicherlich ein Rückschlag in irgendeine Urzeit, wie es auch ein Atomkrieg wäre und die wenigen Überlebenden, die es offenbar trotz jeder Katastrophe gegeben hat, können dann wieder in Höhlen hausen und sich mit Knüppeln schlagen. Die Natur wird sich bekanntermaßen langsam aber sicher erneuern. Sie hat Zeit genug. Gut-ungut sind also Betrachtungen und es kommt darauf an, aus welcher Sichtweise man diese einnimmt.
(6.6.2) Von gut-ungut ausgehend kann man sich zu einem besser-schlechter hin steigern, den zu anderen Begriffspaaren in Beziehung gesetzt, muß die Besserung eines Verfertigers ebenso die der anderen bessern und dies gelingt einem nur, wenn man die Begriffe zueinander findet und in Beziehung setzt, die auch im Dasein diese räumliche Beziehung und Wirkweise zueinander haben. Daher kann solch ein Beziehungsystem gar nicht mit Gegensätzen als Begriffspaare aufgebaut werden, denn die Besserung eines Begriff zu einem Dasein dann ja auch den anderen steigern würde, wo man doch das Gegengesetze Ungute mindern will.
(6.7.) Entsprechend der Grafik des Verfertigervermögen, wie zum Beispiel im Fall der Tugendhaltung, ergibt sich letztendliche besser-schlechter Verhältnis daß jemand dann für sich als gut seiend einschätzt aus der Vielfalt der darin bestehenden Beziehungen. Wer will da schon für jemand anderen bestimmen, was für ihn gut sei und wie will jemand etwas als gut für sich seiend bestimmen, wenn er gar nicht weiß, wie es um seinem Gesamtdaseinszustand gegenwärtig bestellt ist? Schließlich anderen sich seine Sichtweisen mit der Güte seines Gesamtzustandes und nach oben hin verschiebt sich ein Schlechter zu einem Besser hin, doch hat sich dies selbst nicht gewandelt – was ist also gut, das Gute?