Zum Inhalt springen

Die Vorsilbe ver-

aus AufEinWort, der freien Forschung

(1) Verständnis der Worte und der eigenen Muttersprache.

Vorbildliches räumliches Denken

Laut der Angabe über Vorsilben auf Wikipedia (siehe ver-) sollen rund 95 Hunderstel der Sprachworte mit Vorsilben im Deutsch mit ver-, be-, ent- oder er- ausgestattet sein und fast die Hälfte aller Bewegungsworte (Verben) haben die Vorsilbe ver, gleich danach kommt bei einem Viertel der Bewegungsworte (Verben) be als Vorsilbe. Vorsilben wirklich zu begreifen ist daher von hoher Wichtigkeit für das Verständnis der Bewegungsworte und der eigenen Muttersprache und schauen wir uns daher hier in Bezug auf den Begriff Vernunft den Bedeutungswandel von ver soweit an, wie sie durch Sprachwissenschafter ermittelt und rekonstruiert wurde.

(1.1) Rückbildung früherer Sprachen bis hin zu einer Ursprache

Die höchste bislang erreichte Stufe der Rückbildung früherer Sprachen bis hin zu einer Ursprache wird auf Grund Sprachvergleich von Schlüsselworten wie Vater, Kind, stehen, Zehnund so weiter ermittelt und davon abgeleitete von der Existenz einer Indogermanischen Ursprache (uig.) ausgegangen, die im englischen Sprachraum als Proto-Indo-European language (pie.) bezeichnet wird, von der aus sich die meisten heutigen in Europa bis Indien und bis in den Orient hinein sich zu eigenständigen Sprachen gewandelt haben. Darüber hinaus gibt es wiederum zwei weitere vorhergehende Sprachstufen, bis man zu einer Urweltsprache gelangt. Diese Annahme birgt seine Unterfangen jedoch ist diese auf Grund der Vorgehensweise durch Sprachvergleich die Wortwurzel zu ermitteln und in Aussprache, Bedeutung und Schreibweise zu vergleichen an sich nachvollziehbar und sinnvoll.

(1.2) Vorgehensweise nach Abstammungslehre und darwinistischen Vorstellungen.

Die Gartenlaube, 1873: „Die vier Hauptvertreter des Darwinismus“: Darwin, Lamarck, Haeckel, St. Hilaire (von links im Uhrzeigersinn) (Quele WKP) – Vordenker und Begründer des bereits in Anteilen widerlegten Darwinismus auch als Grundlage der Sprachwissenschaften, so daß darwnistische Vorgaben oft nur Betrachtungebn sind. In gewisser Weise Ahnungsforschung als Sprachwissenschaftler zu betreiben ist nicht abwägig, jedoch müssen Sprachworte nicht bedingt verwandt sein, weil sie Sprachlautgesetzen folgend sich rückbilden lassen oder ähnlich klingen, sondern wenn sie über Wortbedeutungen sehr eng miteinander verwandt sind und diese auch vererben.

Da man jedoch meist nur über schriftliche Aufzeichnungen verfügt, die bis in das erste vorchristliche Jahrtausend hineinreichen und es dann mit jedem Jahrtausend weiter zurück, es viel zu wenige Belege als Nachweise für Worte gibt, weiß man weder ob diese Sprachen tatsächlich obwaltet haben und welche Sprache tatsächlich als Ursprung der heutigen Sprachvielfalt stand. Sprachwissenschaften sind in ihrer Vorgehensweise mit Abstammungslehre und darwinistischen Vorstellungen vergleichbar, in deren Anlehnung an sie heraus auch entstanden sind und bis heute auch grundlegend danach arbeiten.

Dies hat auch dazu geführt, daß wir heute Kenntnisse über die Entstehung heiliger Schriften und sie allesamt ihre Vorläufer haben, es somit fraglich ist, wieviel von "Gottes Wort" schon bei deren Entstehung darin eingewoben wurden. Das bemerkenswerte an Vorläufern ist, dass sie meistens gescheitert sind und ihnen dennoch nachgelaufen wird. Wie bereits erwähnt, werden rückgebildete Wörter in den Sprachwissenschaften mit einem vorangestellten * Sternchen und einer Abkürzung für die jeweilige Sprachstufe gekennzeichnet, wie zum Beispiel *nem als rückgebildete Wortwurzel zu nehmen und uig. für urindogermanisch, obwohl man sich auch hier wundern mag, wieso es dazu lange Forschung benötigt, da man einfach die Vorsilben und Nachsilben von Wortendungen abtrennen muss um die Wortwurzel zu erhalten.

Laut Sprachgesetz kann ein h hinzugefügt oder weggenommen werden, ohne die Wortbedeutung zu verlieren und so erhalten wir bei vernehmen erst vernemen und dann durch abtrennen der Vorsilbe ver + nemen und durch abtrennen der Nachsilbe oder Endsilbe nem + en die Wortbestandteile der Wortbildung. Den rückgebildeten Wortwurzeln wird dann ein Bindestrich "-" wie bei ver- angefügt um zum Ausdruck zu bringen, daß es so allein in einer Sprache nicht vorkam oder an andere Wortbestandteile zu binden sei. Ich lasse diese Bindestriche weg oder schreiben zum Beispiel "nem-Silbe".

(2) Rückbildungen der Vorsilbe ver.

Von der frühesten zur letzten ausgehende Betrachtung der Sprachstufe und des Sprachwandel.

Wir finden für ver mit *per deren Wortahn, daß im ersten Buchstaben eine Wandlung in Aussprache und Schrift erlitten hat, welches auf Grund der Kennzeichnung mit „uig.“ im Urindogermanisch mit der Bedeutung

  1. „zuvor, vorher, „in Vorderseite (Front)“,
  2. „erster“

verwendet worden sein soll, was aufgrund der Vielzahl von Belegen für *per nachvollziehbar und glaubwürdig ist, doch kann *per genau so wahr seiend zuvor aus fer, fir, fur, four und so weiter oder ver, vir, vour und so weiter entstanden sein, da diese Wandlungen Wortgestalt oft vorkommen, sich sogar im Verlauf wiederholt haben können und man immer beachten muss, daß es sich lediglich um eine Wortrückbildung handelt, die es immer noch zu beweisen gilt, Sprachwissenschaften somit auf der Basis von Annahmen hinwerken, wie es vielfach und vielfältig in allen Wissenschaften der Fall ist, wenn man deren wissenschaftlichen Vorgehensweisen (Methoden) erkannt hat.

(2.1) Vorgehensweise nach Abstammungslehre und darwinistischen Vorstellungen.

Wie auch immer Sprachwissenschaftler vorangehen um Sprachen, Worte und Silben rückzubilden, werden sie irgendwann an den Punkt gelangen genügend Treffer gelandet zu haben und sich eine Person finden wird, die sich damit eingehend beschäftigt und aufgrund der Vielzahl der dadurch erwirkten Anregungen in der früheren Sprache, sich diese wieder bei ihm mehr oder weniger stark "einschwingen" wird. Dieser wird dann all die Fehler entdecken und beheben können, es somit an sich keine wirklich toten Sprachen, sondern nur die Sprachahnen einer Sprache gibt, die Ahnen im Unbewusstsein schlummern und sich daher auch durch Anregen erahnen lassen.

Sprachen, die man einst gesprochen und verloren hat, können sich wieder im Ausmaß der Anregung entsprechend, bis völlig wieder einschalten und verfügbar sein. So kann man durch beständiges Anregen früherer Wörter und Bedeutungen wiedererlangen, wie es oft bei den autodidaktisch vorgehenden Gelehrten der Fall war. Hält man sich an die Vorgaben der Sprachwissenschaften, wird einem dies nicht wirklich gelingen können, da man unweigerlich den Eindruck erhält, daß sie bereits nach Gelehrtenmeinung eine feststehende Abfolge der Entstehungsgeschichte der Sprachen haben und dieser entsprechend auch die Wortwurzeln ermitteln.

Es gibt so viele deutsche Wortwurzeln, die über viele Wortwandlungen letztlich wieder auf ein klares Deutsch mit den heutigen Bedeutungen hinauslaufen, wie es auch sehr viele Wortwurzeln gibt, für die außerhalb Deutsch, Althochdeutsch oder Germanisch sich keine Wortahnen oder Sprachahnen finden lassen und so scheint es mir, daß welche erfunden werden, damit man Altgriechisch und Altlatein dem Althochdeutsch als Wortahn oder Sprachahn voranstellen kann. Ich werde mir für diese Worte eine Abkürzung einfallen lassen müssen, damit die Wortwurzeln, Silben und Worte, für die es an sich keine Wortahnen in anderen Sprachen gibt zu kennzeichnen, wie es bei *nem ist und möglicherweise auch bei ver der Fall sein könnte.

(2.2) Ketten rückgebildeter Worte.

Vom Graphikprogramm Omni-Graffel nach Gewichtung der Beziehungen ermittelte Darstellung der Beziehungen der Silben zueinander. Ohne selbst etwas verändert zu haben rutscht Althochdeutch farin der Anordnung nach oben und zeigt so an, dass far der Wortahn sein.

Auf der Seite von wiktionary.org zu *per kann man sich nun wer möchte die Vielfalt der von *perabgeleiteten Wörter anschauen, wobei ich direkt auf den wiederum rückgebildeten Nachfahren*per(i) (uig.) mit der Bedeutung „durch, über-hinweg“ gehe, der sich im germanischen (germ.) als *firi gezeigt habe und mit den erweiterten oder veränderten Bedeutungen

    • 1. „umher“ und
    • 2. „durch, über-hinweg“

verwendet wurde, wie auch

    • 3. *firi eine verstärkende Wirkung in Bezug auf das Bewegungswort hat
      • oder zum Ausdruck bringt, daß das jeweilige Tun zum Abschluss gekommen ist.

So ergeben sich manchmal Ketten rückgebildeter Worte, für die es keinen einzigen tatsächlichen Nachweis gibt. Einem Sprachwissenschaftler würde ich dringend empfehlen den abgestuften und sich verzweigenden Verlauf von Wortentwicklungen graphisch darzustellen und auf diese Weise besser zu erfassen, fall sie es nicht tun sollten. Ich habe es für einige Wörter so dargestellt und festgestellt, daß es sich so Herkünfte leichter verstehen lassen und auch die Fehler leichter zu Tage treten, die auf wiktionary.org vielseitig gegeben sind, jedoch bin ich sehr dankbar, daß diese Angaben dort verfügbar sind. Wenn man sich Gelehrten und Autoritäten überordnet, so ist man in der Lage sich nicht nach ihren Vorgaben richten zu müssen, solange man selbst gewissenhaft arbeitet.

(2.3) Was nicht passt … wird passend gemacht?

Vom Graphikprogramm Omni-Graffel nach Gewichtung der Beziehungen als Kreisdiagramm ermittelte Darstellun. In den Angaben der Sprachwissenschaftler fand ich den Hinweis, dass es noch mehr Wortahnen zu far-Silbe gebenkönne, ich aus der Graphik heraus jedoch eher auf Wortnachkommen schließen würde, da es diesen vermeintlichen Vorahnen an Häufigkeit mangelt und der Bedeutungseinfluss bei einer starken Silbe eher gering ist.

Es gibt noch weitere Wortahnen der ver-Silbe in unterschiedlicher Schreibweise die ich hier jetzt bewusst auslasse, um dies hier nun nicht zu ausschweifend werden zu lassen, was es sowieso bereits ist und um mögliche Verwirrungen zu vermeiden, wobei ich selbst mir den Verlauf des Werdegangs der ver-Silbegrafisch darstellen musste, um die Angaben überhaupt nachvollziehen zu können und man gelang dabei nicht ohnehin leicht zu dem Eindruck, daß Sprachwissenschaftler solange Sprachstufen erfinden würden, bis ein Verlauf einer möglicherweise vorangestellten Meinung entsprechend eingefügt werden kann – sozusagen nach dem Motto verfahren wird, „was nicht passt … wird passend gemacht“.

Auch ich muss achtsam bleiben, nicht eigentümlichen Einstellungen angehaftet zu sein und ich war vor dieser Ausarbeitung fest davon überzeugt, daß der Entwicklungsverlauf der Sprachen wie vorgegeben stimmig sei. Nun erscheint es mir unstimmig und es wird sich aufklären lassen. Was nun wie richtiger sei, kann ich noch nicht erkennen.

(3) ver und der Begriff Vernunft.

In Bezug auf den Begriff Vernunft muss man aufgrund der voran gegangenen Verschmelzungen und Vielfalt der Verwendung von ver daher jetzt fragen, welche von den möglichen höchstwahrscheinlich bestandenen Bedeutungen der ver-Silbe dem -nunft, sozusagen als das "Genommene", somit dem vorangegangenen Tun in From von nehmen vorangestellt wurde um den vom Wortschöpfer zu einem Begriff gewandelten Wort, den er nach seinen damaligen räumlichen bildlichen Vorstellungen undoder Beobachtungen undoder logischen Schlussfolgerung entsprechend erwirkt hat, da dies in dieser Wortgestalt zu tun zu dessen Zeitalter üblich war.

Zu den Bedeutungen für ver mit

  • „zuvor, vorher, „am Anfang“ und „Erster“

werden zusätzlich die Bedeutungen

  • „von/ab, weg“,
  • „vollständig, voll, hoch, aufwärts",
  • „vorher, weiter, vorwärts",
  • “in Richtung von, zu etwas hin, führend”

mehr oder weniger stark im Eigenwörterbuch mit angeregt, wenn die Vorsilbe ver gelesen oder gesprochen wird. In Bezug auf Vernunft zeigt die Vorsilbe ver an, daß zuvor etwas geschieht oder geschehen muss, damit sie entsteht, wie auch daß Vernunft zuvor da sein muß, bevor etwas getan werden sollte oder auch daß die Vernunft bestimmt, ob, wie, was, wo, wann getan wird.

(4) Der größte gemeinsame Nenner

Gemeinsamen Nenner bestimmen

Sprachwissenschaftler neigen dazu allem besondere Bedeutungen zukommen zu lassen, und so erlernen wir die Wortbedeutungen vieler Worte und haben dicke Wörterbücher, jedoch könnte man diese auch völlig anderes gestalten, in dem wir die Vorsilben wirklich verstehen und so wie wir unsere Worte bilden auch unseren Umgang mit der Vielfalt der Wörter vereinfachen. Um die wirkliche Bedeutung der ver-Silbe zu erkennen bietet sich das Verfahren des gemeinsamen Nenner an, das sich aus der Bruchrechnung und Mengenlehre ableitet.

Wir rechnen jedoch nicht sondern suchen nur die Gemeinsamkeit die all denen zu eigen ist, die wir nach dem gemeinsamen Nenner erkennen und benennen wollen. Anders als in den Wissenschaften die Begriffe kleinster gemeinsamer Nenner und größer gemeinsamer Nenner verwendet werden suchen wir als erstes bei der Analyse einer Menge den Bestandteil heraus, denn allen zu eigen ist. Der so gefundene kleinste gemeinsame Nenner ist der Bedeutungsträger der, da er bei allen vorhanden ist, sich dadurch zum größten gemeinsamen Nenner wandelt.

Der kleinste Gemeinsame Nenner findet sich somit im jeden Einzelnen und dadurch daß er sich auch in den anderen finden lässt, wird er in der Summe zum Größten. So ist der kleinste gemeinsame Nenner im Einzelnen in diesem Verfahren auch zugleich der größte gemeinsame Nenner im Ganzen und Letzteren gilt es zu ermitteln.

Bildbeschreibung: Kaum vernehmbar haben die ähnlichen, jedoch ungleichen Gestalten 1-4 in der Darstellung einen gemeinsamen Nenner. Der gemeinsame Nenner füllt sie in diesem Fall aus und wird erst sichtbar, wenn ich mehrere von ihnen übereinanderlege und sie einander durchleuchten lasse. So hatte jeder als ihren scheinbar kleinsten gemeinsamen Nenner, dass es sich um eine Gestalt handelt, doch sind sie in ihrer Gestalt weit unähnlicher als ihr Inhalt, der bei allen aus einem gleichen Anteil blauer Farbe besteht, dieser ist von seinem Anteil her in der Menge größer als die anderen Ähnlichkeiten und dadurch wird die gemeinsame gleiche Farbe zur größten Menge und damit zum größten gemeinsamen Nenner, der in jedem einzeln betrachtet an sich zugleich der kleinste gemeinsame Nenner ist.

So wie es mit Farben ist, so steht es um Bedeutungen, da die Wortgestalten nur deren Träger sind. Wissenschaftler wie auch wir Bürger sind auf das aus, was wir leicht vernehmen können und so verwechseln wir sehr häufig die drei Arten des gemeinsamen Nenner zueinander und so weisen wir Dingen oft Ursachen für Wirkungen zu, die an sich nicht bestehen. Immer dort, wo Gewalt als größter gemeinsamer Nenner beobachtbar ist, finden wir eine falsch zugewiesene Ursache für einen Daseinzustand.

(4.1)  Verfahrensantwort als die Erkenntnis über den gemeinsamen Nenner offenbaren.

Folgendes Verfahren in Bezug auf die ver-Silbe wird uns die Erkenntnis über den gemeinsamen Nenner offenbaren, dessen Bedeutungsträger sie wirklich ist. In der Erkenntnis des gemeinsamen Nenner müssen wir jedoch die ver-Silbe als Verfahrensantwort ausschließen, also "Die Silbe ver ist der größte gemeinsame Nenner" ist als Antwort nicht zulässig, wobei man als Verfahrensantwort durchaus mit einem Satz wie "Wörter mit der ver-Silbe haben als (kleinsten, größten) gemeinsamen Nenner alle mit ..... zu tun" bilden kann. Ansonsten könnte man ja sagen, daß die ver-Silbe der größte gemeinsame Nenner sei.

Wir nehmen nun eine Anzahl unterschiedlicher Wörter, die mit der ver-Silbe beginnen und stellen uns einmal oder wiederholt eine Frage. Wir denken also nicht, grübeln nicht, sondern lesen oder hören einfach die Worte, wir brauchen dabei also keine Logik, oder sonst irgendeine wissenschaftliche Vorgehensweise. "Was ist der kleinste gemeinsame Nenner aller folgender Wörter mit ver?", oder "Was bringen alle folgenden Wörter mit ver grundlegend zum Ausdruck?" und dann lesen wir die Worte "verrücken, vergeben, vertreiben, verschenken, verzehren, verdunsten, verklingen, verschwinden, verführen, verwechseln, sich verzählen, verbieten, versagen, verbluten, verpacken, vertilgen, verschließen, versperren, verfolgen, verheiraten, verspotten, verdeutlichen, vergöttern, verbrauchen, vergeben, verlieben, verurteilen, verlaufen". Und? Was haben sie alle gemeinsam?

Wenn es zu keiner Erkenntnis kam, so liest man die Worte nochmals und nochmals und regt durch die Wiederholungen immer mehr das Eigenwörterbuch an, welches daraufhin sich immer mehr auf die grundlegendste Bedeutung beschränkt und diese plötzlich erscheint, einem bewusst wird.

(4.2) Durch angemessse Fragestellungen Bedeutungsinhalte anregen.

Wenn einem diese Frage keine Erkenntnis offenbart, so kann er auch Fragen in der Ausgestalt wie "Was haben die folgenden Worte allesamt gemeinsam?, oder "Was ist allen folgenden Wörtern zu eigen?" stellen und erneut die Worte lesen. Besser als Lesen ist Hören oder zugleich Lesen und hörbar aussprechen. Diese Fragen oder ähnlich ausgestaltet lenken die Aufmerksamkeit auf die Vorsilbe und lösen sie etwas von den nachfolgenden Silbe, so daß man erkennt, was dieses ver zum Ausdruck bringt.

Man durchläuft entweder immer mit derselben Frage oder mit wechselnden Fragen so lange erneut durch, bis sich einem die Erkenntnis wie aus dem Nichts heraus offenbart. Die vorgegebenen Fragen sind wirksam, jedoch sind die Fragestellungen die jeweils besten, die auch die Bedeutungsinhalte schnell und leicht anregen und dies kann von Mensch zu Mensch und von Wort zu Wort ähnlich bis unterschiedlich sein und daher gegebenenfalls angemessen werden sollten. Als Ergebnis erhalten wir in diesem Fall den Bedeutungsträger der ver-Silbe.

(4.3) Verfahrensantwort auf Wahrheitsgüte überprüfen.

Mir selbst wird hier bewusst, daß diese Wörter alle zum Ausdruck bringen, daß sich einem oder jemand etwas der Verfügbarkeit undoder Kontrolle entzieht. Selbst beim Verlieben ist man für andere nicht mehr verfügbar, wie auch andere nicht mehr gewollt werden. Dieses Entziehen ist zugleich ein Fortgehen, Verlassen, so daß wie bei verbluten danach kein neues Erscheinen desselben möglich sein wird, es somit auch Endgültigkeit als Bedeutung trägt.

Nun haben wir eine Reihe von Begriffen und können diesen Schritt erneut mit ihnen durchlaufen und fragen uns "Was ist allen folgenden Begriffen zu eigen?" und liest die zuvor ermittelten Worte "Nicht Verfügbarkeit, keine Kontrolle, Entziehen, Fortgehen, Verlassen, Endgültigkeit". die Ver-Silbe bringt nach meinem Eindruck einen entstehenden, sich vollziehenden Zustand zum Ausdruck, daß sich etwas oder jemand dem Einfluss entzieht, einen Mangel hervorbringt, einen Verlust entsteht, etwas so nicht wiedererlangbar ist, es nicht zurückkommen kann. Dies trifft auch auf verlaufen zu, da ich zwar den Weg letztlich finden kann, jedoch die damit verbundene Wirkkraft verbraucht habe und diese nicht wiedererlangen, sondern erneut erschaffen muss.

Der größte gemeinsame Nenner besteht jedoch nicht aus so langen und vielen Sätzen, wie die zuvor gegebenen, sondern ist sehr klar und einfach und so liest man und hört man wiederholt, bis der Bedeutungsträger ver seine Bedeutung preis gibt. Ver-Silben bringen für mich nach meinem so erlangten Eindruck, daß sich etwas meiner Kontrolle entzieht oder ich etwas der Kontrolle anderer entziehe, wie es auch bei verlieben der Fall ist, daß man da nicht wirklich sich selbst, sein Denken, Handeln und Verhalten unter Kontrolle hat. Wenn ich etwas vertilge, so habe ich entweder mein Essverhalten nicht unter Kontrolle oder suche etwas zu Vernichten, daß ich nicht unter Kontrolle habe. Die ver-Silbe bringt daher Kontrollentzug in Form eines Machtwechsel, Mangel und Weggehen von etwas oder jemand zum Ausdruck.

(4.4) Grundlegendste Bedeutung bestimmen.

Wenn nun Kontrollentzug der Bedeutungsträger ist, so muss er den Überprüfung bestehen, bei allen in dem Verfahren einbezogenen Wörtern eine hohe Wahrheitsgüte unmittelbar bis mittelbar erkennbar haben zu müssen. Und so überprüfe ich jedes Wort darauf und suche mir insbesondere die heraus, bei denen es nicht unmittelbar erkennbar ist oder fraglich erscheint. Ich finde kein Wort, bei dem es nicht zutrifft, da es immer jemanden oder etwas auffindbares gibt, daß jemand oder etwas der Kontrolle entzieht.

Etwas oder jemand geht von einem fort. Man oder jemand tut etwas, durch daß jemand oder etwas von einem fort geht, daß es entweder nicht wiederlangbar ist, oder wieder erschaffen werden muss. Die grundlegendste Bedeutung lässt sich auf fort im Sinne von "von einem weg" eingrenzen und somit wäre an sich ein Anhängen zur Wortwurzel uig. *per-Silbe im Sinne von "vorher, vor, Erster" unangemessen. Das Wort fort steht in der Wortfamilie mit fahren zu ugerm. *faraną und lässt sich nicht von dort aus an die *per-Silbe anbinden, wie es von Sprachwissenschaftlern geschehen ist. Dafür spricht auch, daß die Sprechweise der ver-Silbe zuvor ahd. fir-, far- war. Die Bestimmung des Begriff Verfertiger für Faktor besagt, daß ein Verfertiger etwas bewirkt, auf daß man auf dem durch ihn bewirkten Zustand keine direkte Kontrolle oder Macht ausüben kann.

(4.5) ver-Silbe als Verfertiger.

Tetraederlogik Verfertiger Modell leer

In Bezug auf einen Verfertiger muss man dessen Bestandteile erkennen, durch die dieser Zustande kommt und an denen wird man einen Ansatz finden, durch den man ihn unter seiner Kontrolle bekommt. Wenn jemand verblutet, so kann ich an dem Verbluten nicht unmittelbar etwas ändern, sondern muss daß entdecken und unter meiner Kontrolle bekommen, daß dieses verbluten bewirkt. Wenn ich vertilgen muss, so werde ich dies nur unter Kontrolle bekommen, wenn ich das unter Kontrolle bringen, daß das Vertilgen bewirkt und dies ist immer dann bedingt, wenn man auf Gewalt verzichten will.

Bei Verfertigern neigen die Menschen mangels Kontrolle zur Anwendung Gewalt. Für die vor-Silbe gibt es somit ebenfalls keine Urindoeuropäischen Wortahnen ähnlicher Schreibweise. Urgermanisch farana ist zudem ein zusammengesetztes Wort aus far + ana, bedeutet somit fort+ "hinan" oder fort + "über".

Die ver-Silbe steht damit auch mit für in Beziehung, wenn man "für dich" sagt und jemandem einen Gegenstand gibt, so übergibt man die Kontrolle an ihn und Fürbitten würde demnach bedeuten, die Kontrolle über sich einer anderen Macht in die Hände zu geben. Dies wird sich als mit hoher Wahrheitsgüte bedacht erst durch den Vergleich zur den Silben vor, für bestätigen lassen.

Für die vor-Silbe ergab sich nach meiner Prüfung, daß vor eine zeitlich-örtliche Seinheitanzeigt, wodurch die ver-Silbe deutlich für eine Habenheit steht. Eine Vorsilbe die eine Tunheitzum Ausdruck bringt, konnte ich nicht finden und so zeigt sich daßs die ver-Silbe und die vor-Silbe ausrichtende Verfertiger für die Bewegungsworte (Zeitworte, Tuworte und Tätigkeitsworte) sind.

(5) Meisterleistung der Analyse der Wortbestandteile in eine räumlichen Vorstellung.

Es ist jedoch wohl auch so, daß Vorsilben auch als Nachsilben Verwendung finden, eine Vorsilbe nur daher eine ist, weil sie meist einer anderen Silbe vorangestellt wird. Eine Silbe als Vorsilbe gesetzt wird zum Verfertiger der nachfolgenden Wortbestandteile. Daher kann die ver-Vorsilbe auch mit den Nachsilben ter, er verwandt sein, da alle Silben und Worte, bei latainischen Worten tor-Silben, die mit er-Silben Enden Verfertiger sind.

Der Vernehmer eines mit ver verbundenen Bewegungungswortes muss nun selbst in Höchstgeschwindigkeit aus dem Wort und dessen Verwendung im Satz und der Wortgestalt heraus analytisch die jeweilige Bedeutung ermitteln und entsprechend die Nachfolgenden Wortbestandteile wie auch den Satz danach ausrichten, um dessen räumliche Bedeutung und Wirkweise zu erkennen.

Dieser Ablauf oder Vorgang der Analyse von Wortbestandteilen zu einer räumlichen Vorstellung vollzieht sich für den Menschen unbewußt und ist sicherlich eine Meisterleistung, die jedoch wie zuvor angemerkt, bei jedem durchaus sehr unterschiedlich nah an der eigentlichen Bedeutung herangelangt, bis völlig ins Leere greifen kann. Wenn über die Wortgestalt eines Wortes eine Räumliche Beziehung nicht dargestellt werden kann, so verwenden wir Silbe oder Worte in einem Satz, die als Verfertiger auf das Wort entsprechend einwirken, sie somit nach dem Vernehmen durch weiteres Vernehmen erst ihre wirkliche Wortgestalt zeigen werden.

(5.1) Durch wohlbedachte Erleuterung verstehen und begreifen

Inzwischen dürfte es so einigen dämmern, daß ein Mensch einen Begriff rein aus der im vermittelten Definition aus Wörterbüchern heraus nicht vollständig für sich in dessen Bedeutung erkennen kann, die Analyse des jeweiligen Wortes in dessen Zusammensetzung und Herkunft für dessen Verstehen von Wichtigkeit ist und insbesondere in der Ausbildung einer Sprache die möglichen Wortbestandteile in ihren Bedeutungen und Verwendungen zu kennen dessen Vernunft steigern wird und auch zugleich verhindern wird, daß irgendein Wissenschaftler ein Wort mit Bedeutungen vollstopft, ihm auch noch unangemessene Synonyme angedeiht und zu einem Begriff entwickelt, der schon auf Grund dieser Vorgehensweise im Verstand der Anwender für reichlich Verwirrung und Missverständnisse sorgen wird.

Für das Verstehen der Wörter reicht dessen Beschreibung nicht. Die abgegebenen verfügbaren Erklärungen für Wörter und Begriffe sind meist wiederum Beschreibungen. Einen Begriff durch erklären zu klären, somit von Missverständnissen zu bereinigen, so daß die Bedeutung einem klar ist, reicht ebenfalls nicht als Verfahren aus. Erleuterung umfasst wohlbedacht alle zum Verstehen und Begreifen eines Wortes, Begriff notwendigen Maßnahmen, wie es auch Erleuterung in allen anderen Fachbereichen das Verfahren erster Wahl ist, um Verstehen und Begreifen zu bewirken. Jedoch sollte man dies möglichst für sich selbst tun, da dies als ein Verfahren zugleich eine Bewusstseinserweiterung ist, die jeweils nach eigenem Ermessen und in der eigenen Geschwindigkeit auszuüben ist.

(6) Bedeutungen mit Vorteil oder Nachteil angeheftet.

Nach all der Erfahrung mit der Erläuterung von Worten und Begriffen erweckt sich mir der Eindruck, daß die jeweiligen Wörter zu früheren Zeiten verständlichere und exaktere Bedeutung hatten, als es heute der Fall ist und dies insbesondere auf Schlüsselworte zutrifft und noch mehr bei jeglicher Form von Geisteswissenschaften, Philosophien, Religion, Theorien, Psychologie, Soziologie, Medizin und so weiter der Fall ist, denn je mehr wir uns von der Benennung von zum Beispiel Gegenständen zu der Beschreibung von Vorgängen oder Zuständen hin entfernen, umso mehr fließen Betrachtungen und Meinungen als Bedeutungen in sie hinein oder werden ihnen angeheftet.

Wenn man nun hingeht und sich die Vielzahl der Worte anschaut die mit der Vorsilbe ver gebildet werden, so wird einem sehr bald bewusst, daß die meisten dieser Worte eine nachteilige Bedeutung haben oder einen nachteiligen Zustand zum Ausdruck bringen, wie es zum Beispiel bei verlieren, verlassen, vergessen und so weiter der Fall ist, jedoch die Begriffe Vernunft, Verstehen und so weiter, vorteilhaft empfunden werden und ein Begriff wie zum Beispiel verbrauchen mehr oder weniger unvoreingenommen ist. Ob etwas von Nachteil oder Vorteil sei, beruht eher auf Betrachtung, als auf das Dasein an sich.

(7) Sachliche Bedeutung vorangestellt.

Wer viele dieser Worte mit nachteiligen Bedeutungsumfang kennt, kann schon allein darüber stolpern, daß nun Vernunft wie Verstehen irgendwie von Vorteil sein sollen und auf Grund seiner Nachteiligen Eindrücke mit ver-Begriffen in einen Verstimmung des Verstehens dieser Begriffe geraten. Ob diese ver-Begriffe nun wirklich nachteilig gemeint sind, wird man nur herausfinden können, wenn man die Vorsilbe ver in seiner Bedeutungsumfang begriffen hat. Wenn es ein Nachteil ist, so ist er bereits im werden oder geschehen.

Tatsächlich ist es so, daß die meisten Begriffe sachlich gemeint sind und wir durch Erfahrung oder deren Beschreibung durch Gelehrte erst nachteilige Bedeutungen ihnen hinzufügen. Somit sollte die sachliche Bedeutung vorangestellt sein, da dies meist der Urgrund für die meisten Wörter und Begriffe ist. Klar dürfte nun auch sein, daß ver-Begriffe Verfertiger sind und man in Bezug auf über dessen Verfertiger gehen muss und nicht unmittelbar eine Wirkung auf sie ausüben kann. Somit sind Verstand, Verstehen, Vernunft und so weiter bereits erlangte Zustände, oder Zustände die nicht in der Hand anderer liegen, sondern selbstbestimmt zu erlangen sind. Klaus Feldmann

Urheber