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Über Kritik

aus AufEinWort, der freien Forschung
  1. Kritik, eigentlich griechisch kritikḗ téchnē, wörtlich sinngemäß „Beurteilungskunst“,
    1. die Kunstfertigkeit ein Urteil zu fällen, durch Urteil dem Beurteilten eine bewertende Bedeutung zu erteilen,
      1. vergleichsweise das zu Beurteilende ein Dasein in dessen Dasein, Daseinzustand, Erscheinung, Geeignetheit, Angemessenheit, Güte … beurteilt wird,
      2. das zu Beurteilende ein Ding, Gedanke, Gefühl, eine Handlung, Empfindung, ein Verhalten, Gegenstand, Geschehen, Ereigniß, Werk, Ergebniß, eine erbrachte Leistung
      3. und allem Weiteren, daß Man in dessen Wert, Bedeutung, Wichtigkeit, Herkunft, Wirkung, Folgen … zu beurteilen vermag, bedarf der Kunstfertigkeit des Vernehmen, Wahrnehmen, Verstehen, Vergleichen, Begreifen, Erkennen, Deuten, Bestimmen …,
      4. dies von den meisten Menschen nicht erlernt wird, Kritik als Kunstfertigkeit nicht einmal wirklich gelehrt wird und so geben Kritiker meist nur ihre Meinung als Kritik ab,
      5. ein Kritiker ein Kunstwerk, jedoch nicht unmittelbar dessen Künstler oder Urheber bewertend zu beurteilen vermag, somit jegliche Kritik mittelbar sachlich darzulegen ist
    2. und die für das vorliegende Kunstwerk Auf ein Wort bedingte Güte an Kunstfertigkeit zu dessen Beurteilung, erlangt der Leser durch dreimaliges Lesen des gesamten Kunstwerk
      1. und wie Angaben, Aussagen, Weisheiten, Darlegungen, Beschreibungen, Erklärungen und Erläuterung in deren Wahrhaftigkeit und Güte auf eine neue Art und Weise ermittelt, überprüft und bestimmt werden können,
      2. wird im Verlauf der Schriftstücke wiederholend dargelegt, verdeutlicht und erläutert, sowie auch bereits durch Lesen der Schriftstücke eingeübt, wodurch der Leser das Vermögen zur Kritik des Buchinhalt erlangt.
  2. Lesen ist an sich auserwählendes aufnehmen einsammeln zusammentragen, vergleichsweise der Trauben bei der Traubenlese,
    1. Mittelalterliche Traubenlese Tacuina sanitatis 14. Jh. (Bhk.: WKP)
      wobei lesen an sich suchend umhergehend in der Natur erfolgt und eine Art und Weise der Ernte ist, somit zur Zeit der Lese ein Leser die reifen Früchte liest, um die Ernte im Gesamten für den Gebrauch und Verbrauch zu verarbeiten, für Sich nutzbar zu machen
      1. und je nachdem was der Leser aufzulesen beabsichtigt, wie für welchen Zweck was eingesammelt und verarbeitet wird, dient einer Vielfalt an Notwendigkeit, Bedürfnissen, Zwecke, Gebrauch, Nutzen, Genuß, …
    2. und während Leser zur Traubenlese den Korb gesammelter Trauben füllen, so wird ein Leser die Worte auflesen, den Sinn der Worte einsammeln und durch deren verbildlichende Verarbeitung den Sinn der Aussagen begreifen und die Güte seiner Art und Weise zu lesen verfertigt und erschafft die Menge und Güte seiner ‚Ernte’,
    3. und je schlechter die Ernte, umso größer die Kritik daran, doch gebe Ich vergleichsweise keine reifen Früchte zur Ernte, sondern die Mittel zum Säen und Ernten
    4. und so besteht die wahrhaftige Ernte in den guten Daseinzuständen und Beziehungen, die Man mittels Auf ein Wort für Sich bewirken kann und so ist der Anwender der vermittelten Kenntnisse der beste Kritiker.
  3. Wann immer Ich ein Buch, ein Schriftstück, eine Aussage oder Weisheit eines anderen Urheber, insbesondere eines Gelehrten, Wissenschaftler oder Philosophen lese oder vernehme,
    1. so stelle Ich deren Aussagen bedingt als so, wie vermittelt oder überliefert, durch „wirklich, ist das so?“ infrage,
    2. setze das mir Dargelegte innerlich als möglicherweise unwahr, ungut, unrichtig, unnütz, unschön und oder zu ungültig in Abrede, nicht, daß Ich dies einem Anderen so oder sogleich beklagend vorwerfe, daß dem wirklich tatsächlich gewiß so sei,
      1. sondern möglicherweise … erzeuge so absichtlich den Zweifel in Mir daran, um nicht einfach nur etwas anzunehmen und dann mach Ich Mich daran dies zu beweisen,
      2. oder gebe dem Anderen die Gelegenheit dies zu beweisen, indem Ich Ihn und oder Mir Fragen stelle und im Versuch des Anderen oder im eigenen Streben dies zu beweisen, offenbaren sich zugleich deren Wahrhaftigkeit und Absichten
      3. entdecke Ich das Wahre, Gute, Richtige, Nützliche, Schöne und Gültige in deren Güte, sowie deren Gegensätze, deren Täuschungen, Irrtümer, Auslassungen, sowie unangemessenen ungeeigneten Zufügungen
    3. und so verhindere Ich einfach nur ein Buch zu lesen und dessen Inhalt nur zu vernehmen, etwas zu glauben, Mir eine Meinung anzueignen und Mich dadurch unbewußt für Mich im Denken durch Andere verändern und wandeln zu lassen,
      1. wie es Mir zuvor geschah und Ich Mich dadurch selbst in die Irre verleitete, worin Sich die Gelehrten zuvor verbrachten, oder wohin Sie einen zu leiten versuchen,
      2. auf diese Art und Weise schütze Ich Mich vor den Irrtümern der Gelehrten, deren Täuschungen und Getäuschtheit –
    4. vielleicht ist diese Vorgehensweise für Dich als Leser ebenso geeignet, daß Du Auf ein Wort im Ganzen in Abrede stellst und Du dies zu beweisen suchst?
  4. Sollte ein Leser geneigt sein, Mir seine Meinung oder Kritik mitzuteilen,
    1. so sollte Er bitte zuvor genauestens überprüft haben, ob Er als Leser das Verschriftete entsprechend der Verschriftung vernommen hat, also wirklich gelesen hat, was da steht und das Vernommene verstanden hat, das Verstandene auch mittels räumlicher Verbildlichungen begriffen hat
    2. und das Begriffene mit seinen Erfahrungen, Erlebnissen und mit dem Dasein verglichen und dadurch zu der Erkenntniß des jeweils Verschrifteten und zu eigenen Erkenntnissen aus dessen Schauen und Beobachten heraus gelangt
      1. und wie ein Leser dieses Schauen aus dem Wortgewebe heraus erwirkt, welches bedingt räumlich ist, wird durch die Schriftstücke vermittelt
    3. und jegliche Kritik bedarf der Einstellung der Augenhöhe, welches durch das gemeinsame Streben im Hinblick auf das Mehren des Wahren, Guten, Richtigen, Nützlichen, Schönen und Gültigen hin erwirkt wird
    4. wodurch die Kritik auf die Sache und nicht auf oder gegen den Mensch zu richten ist, somit jegliche Kritik gegen einen Mensch ungeeignet und unangemessen ist,
      1. da eine gegen den Mensch als Mensch gerichtete Kritik der falsche Ansatz ist, da der Mensch über das veranlagte Vermögen verfügt Daseinzustände zu verbessern,
      2. vergleichsweise Schulnoten als an die Schüler gerichtete, damit Menschen in ihrem Daseinzustand und erlangten Vermögen bewertende Kritik, bewertet bedingt weit mehr das jeweilige Gesellschaftssystem und deren Bildungswesen, die Lebensumstände des Schülers,
      3. und nur in einem geringen Ausmaß den Schüler in seinem Vermögen, sondern lediglich, wie dessen veranlagten Fähigkeiten angeregt und zur Fertigkeit gebracht wurden, wobei, daß dem so ist, wird in dem Ausmaß begriffen, wie der Leser das Verschriftete begreift
    5. und wann immer Ich eine Kritik in diesem Kunstwerk äußere, so richtet sich diese immer gegen Daseinzustände und nicht gegen den jeweiligen Mensch, selbst wenn Dieser die schlimmsten Verbrechen begangen hat,
      1. da Menschen immer das tun, was sie vermögen zu tun und wie ein Mensch vermag das Geeignete und Angemessene zu tun, wird durch dieses Kunstwerk vermittelt.
  5. Dies sind im Grunde die von Mir als alleiniger Urheber an den Leser gestellten Mindestanforderungen in Bezug auf die Art und Weise zu Lesen und Kritik zu üben,
    1. die ein Leser zu erfüllen vermag, wenn Er darin bestrebt ist, aus jedem der Schriftstücke deren Nutzen und Anwendbarkeit für Sich zueigenmachend ableitet, sozusagen ‚aberntet‘,
    2. Ich bin Mir bereits selbst der größte Kritiker, teile mittels des Buch viel Kritik an der Denkart und Denkweise der Gelehrten aus,
    3. vermittel die Verfahren zur Behebung der bestehenden Mißstände im Hinblick auf das Erlangen guter Daseinzustände und erachte dies als eine wohlwollende geeignete auf allgemeines Wohlergehen ausgerichtete Kritik
    4. und Ich freue Mich über die sich gegebenenfalls daraus erwirkende Kritik – Danke.

Herzlichst und gehabt Euch Wohl im Bestreben nach bestmöglichem Nutzen jeweils für Sich, seine Liebsten und Nächsten, Andere, sein Lebensumfeld, seiner Kultur und der Natur,

Klaus Feldmann

Urheber, 4. Feb. 2023