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Wortartlehre fachwissenschaftlich-didaktisches Fazit

aus AufEinWort, der freien Forschung

Wortart + Lehre

Fachwissenschaftlich-didaktisches Fazit

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(Auszug: 20231102 Wortarten und ihre Klassifikationssysteme 2012 Graphik.pages)

Aus fachwissenschaftlicher Sicht gibt es ein einheitliches und weitgehend anerkanntes Klassifikationssystem für Wortarten nicht, auch wenn die traditionellen neun Hauptwortarten wie Verb, Nomen, Artikel, Adjektive, Pronomen, Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen und als Restklasse die Partikel nahezu überall vorkommen. Selbst aus Glinzens fünf Hauptwortarten lassen sich diese neun Wortarten ableiten.

Die Zehn-Wortarten-Lehre nach KMK bietet außer den in der Schulbuch- und Lehrpraxis unklaren Numeralia eine brauchbare Richtlinie, allerdings ersetzt sie keine Klassifikation. Die Zehn-Wortarten-Lehre sagt nämlich nicht, was ein Pronomen von einem Nomen unterscheidet und warum sich unter den Pronomina

  • „echte“ ersetzende Prowörter (Helbig/Buscha) befinden (Personalpronomen, Demonstrativpronomen, Possessivpronomen),
  • dann aber auch beziehende, jedoch nicht ersetzende wie Relativpronomen,
  • nicht immer flektierbare, ersetzend, meist aber  wie die semantische Subklasse der Indefinitpronomen (etwas, viel, wenig)
  • schließlich aber meist nicht flektierbare Fragepartikel (wie, wann, wo)

befinden, kurz: Auch in Schulbüchern ersetzen sie nicht die eigene Analyse.