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Wortvorrat

aus AufEinWort, der freien Forschung

Wort–Vorrat nhdt. 'Wortschatz'

Wortvorrat, m. häufig auch Wörtervorrat, lexikalisch schon um 1700: heufigkeit der worte copia verborum, alias wortvorrat Stieler stammb. (1691) 796; M. Kramer 2 (1702) 1397ᵃ. literarisch später, und vorwiegend wie wortschatz (s. d. 2) für das wortgut und wortmaterial einer sprache: einen gewissen wörtervorrath der alten sprachen mechanisch zu lernen allg. dt. bibl., anh. z. bd. 25/36 (1771) 1974; das hat ihn (den wortschatz der idgerm. grundsprache) zum grundstock für die wortvorräte der einzelnen indogermanischen sprachen gemacht Kluge etym. wb. (⁶1905) XIII. auch vom wortschatz eines sprechers, einer sprachschicht oder eines sachgebietes: uns lehrlingen, die wir ein so steifes schweizerisches mundwerk hatten, und ... so gar keinen wortvorrath Jer. Gotthelf ges. schr. (1855) 5, 141; den wort- und wendungenvorrath bot die übliche theatersprache K. Gutzkow ges. w. (1872) 9, 351. abwertend von wort I E 6 b aus: allein man vergasz (in der naturforschung) den endzweck, ... schaffte sich ein ungeheures namenregister von steinen, kräutern, würmern und thieren, und verkaufte diesen wörtervorrath für weisheit M. Mendelssohn ges. schr. (1843) 4, 1, 69. —[1]

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1958), Bd. XIV,II (1960), Sp. 1640, Z. 3.