Zagel
Erscheinungsbild
- (nur im älteren Nhd. gebräuchlich, seit dem 18. Jh. auf obd. und md. Mundarten beschränkt),
- ahd. zagal (um 1000),
- mhd. zagel ‘Schwanz’,
- mhd. auch ‘Schiffsheck, Stachel, Penis’,
- metaphorisch ‘das Nachfolgende, Hinterste, Letzte’
- (vgl. noch nhd. vom Kopf bis zum Zagel ‘ganz und gar, insgesamt’),
- metaphorisch ‘das Nachfolgende, Hinterste, Letzte’
- mnd. tāgel ‘Endstück eines Taues’
- (neben aus dem Mhd. übernommenem mnd. sāgel, tzāgel ‘Schwanz, Hintern’),
- aengl. tæg(e)l,
- engl. tail ‘Schwanz’,
- anord. tagl ‘Haar, Schwanz’,
- got. tagl ‘einzelnes Haar’.
- ger. *tagla- (wohl mit der Ausgangsbedeutung ‘Haarbüschel, -schweif’)
- Wegen der früh auftretenden Übertragung ‘Penis’ wird Zagel in der nhd. Literatursprache allmählich durch Schwanz (s. d.) verdrängt.
- Die in md. Mundarten häufige kontrahierte Form Zāl, Zahl ist noch in Rübezahl