absolutes Antragsdelikt
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absolutes Antragsdelikt lat.-deu.
◀▶Absolute Antragsdelikte können ohne Strafantrag nicht verfolgt werden. Dessen Fehlen stellt ein echtes Verfolgungshindernis dar (wie zum Beispiel auch die Verfolgungsverjährung).
Im deutschen Strafgesetzbuch ausgewiesene absolute Antragsdelikte:
- § 123 – Hausfriedensbruch
- § 145a – Verstoß gegen Weisungen während der Führungsaufsicht
- § 185 – Beleidigung (i. V. m. § 194)
- § 186 – Üble Nachrede (i. V. m. § 194)
- § 187 – Verleumdung (i. V. m. § 194)
- § 201 Abs. 1 und 2, §§ 202, 203 und 204 – Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, Verletzung des Briefgeheimnisses, Verletzung von Privatgeheimnissen, Verwertung fremder Geheimnisse (i. V. m. § 205)
- § 247 – Haus- und Familiendiebstahl
- § 248b – Unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs
- § 248c Abs. 4 – Entziehung geringwertiger elektrischer Energie ohne Zueignungsabsicht oder Abs. 1, 2 und 3 i. V. m. § 247 in Haus und Familie
- § 263 Abs. 4 i. V. m. § 247 – Haus- und Familienbetrug
- §§ 263a Abs. 2, 263 Abs. 4 i. V. m. § 247 – Haus- und Familiencomputerbetrug
- § 265a Abs. 3 i. V. m. § 247 – Erschleichen von Leistungen in Haus und Familie
- § 266 Abs. 2 i. V. m. § 247 – Haus- und Familienuntreue
- § 288 – Vereiteln der Zwangsvollstreckung
- § 289 – Pfandkehr
- § 292 Absatz 1 bzw. § 293 i. V. m. § 294 – Jagdwilderei (ohne besonders schwere Fälle) bzw. Fischwilderei wenn von einem Angehörigen oder an einem Ort, wo der Täter die Jagd bzw. Fischerei in beschränktem Umfang ausüben durfte, begangen
- § 323a – Vollrausch, sofern die wegen Schuldunfähigkeit nicht bestrafte Rauschtat ein absolutes Antragsdelikt ist
- § 355 – Verletzung des Steuergeheimnisses== Einzelnachweise ==