anfangen
Erscheinungsbild
¦∅¦ ¦↵¦ ‘beginnen, zustande bringen’, ahd. anafāhan (9. Jh.), mhd. anevāhen, eine Präfixbildung zu ahd. fāhan (s. fangen); vgl. mnd. ā̌nevān, ā̌nvān, mnl. aenvangen, nl. aanvangen, aengl. onfōn. Ursprünglich wohl ‘angreifen, anfassen’ (vgl. fangen ‘fassen, ergreifen’), doch schon im Ahd. ist die Bedeutung ‘beginnen’ voll ausgebildet. In der 2. Hälfte des 16. Jhs. dringt der Mitlautewandel (Konsonatismus) der Vergangenheitsbildungen (Präteritalformen) allmählich auch in Gegenwart (Präsens) und in Grundwort (Infinitiv) ein (entsprechendes fahen zu fangen).