apparātus locōrum similium
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apparātus locōrum similium Abk. app. loc. sim.; lat. „Apparat ähnlicher Stellen“ bezeichnet in der philologischen Arbeit, insbesondere in kritischen Textausgaben, ein Verzeichnis von Textstellen, die inhaltlich, stilistisch oder sprachlich dem edierten Text ähneln; wenn vor allem Parallelstellen gemeint sind
Hier sind die wichtigsten Aspekte:
- Zweck: Er dient dazu, dem Leser Parallelstellen aufzuzeigen, um den Text besser zu verstehen, den Kontext zu erhellen oder den Einfluss anderer Werke (Imitationen, Reminiszenzen) zu verdeutlichen.
- Bestandteil des Kommentars: Er ist Teil des sogenannten Apparatus complementarius (ergänzender Apparat), der neben dem kritischen Apparat (Apparatus criticus – Varianten der Handschriften) steht.
- Abgrenzung: Im Gegensatz zum Apparatus fontium (der direkte Quellen oder Zitate nennt), verzeichnet der Apparatus locorum similium Stellen, die nicht unbedingt direkte Quellen sind, aber Parallelen aufweisen (oft auch als Apparatus locorum parallelorum bezeichnet).
- Funktion: Er hilft bei der Constitutio textus (Festlegung des Textes) und beim Verständnis der Kompositionstechnik des Autors.
Zusammenfassend ist es ein wichtiges Werkzeug für die Interpretation und Analyse, indem es auf verwandte Passagen