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ars aeterna

aus AufEinWort, der freien Forschung

Für den Kirchenvater Aurelius Augustinus ist die ars aeterna (die „ewige Kunst“ oder „ewige Schöpferkunst“) ein zentraler Begriff für Gott selbst. Er bezeichnet damit den göttlichen Geist, in dem alle Urbilder (Ideen)und das perfekte Wissen von allem Erschaffenen existieren, bevor es in die Welt tritt. [1, 2, 3, 4]

Die wichtigsten Aspekte dieses Konzepts:

  • Die Schöpfung als Kunstwerk: Gott ist der oberste Künstler (artifex). Seine Schöpfung ist kein blinder Zufall, sondern entspringt einer ewigen, göttlichen Kunst. [1, 2, 3]
  • Die Quelle der Wahrheit: Alles, was die menschliche Vernunft als wahr, gut oder schön erkennt – wie etwa mathematische Gesetze oder moralische Werte –, ist ein Abglanz der ars aeterna im menschlichen Geist. [1, 2, 3, 4]
  • Erleuchtung (illuminatio): Augustinus war der Ansicht, dass Menschen die ewige Wahrheit nicht rein aus sich selbst heraus erdenken können. Die ars aeterna ist der Maßstab, der unsere Vernunft erleuchtet und ihr den Anreiz zur Erkenntnis gibt. [1, 2]

Werke wie seine Abhandlung De Musica oder seine Bekenntnisse (Confessiones) prägten dieses Denken, das später in der Philosophiegeschichte (etwa durch Denker wie Bonaventura) stark weiterentwickelt wurde.