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bekommen

aus AufEinWort, der freien Forschung

bekomm + -en | ursprünglich ‘hinzu-, herbeikommen’,;  ‘erhalten, in den Besitz einer Sache gelangen’ und unpersönlich mit Dativ ‘jmdm. zuträglich sein’, ahd. biqueman ‘(heran)kommen, begegnen, passen, nützen’ (8. Jh.), mhd. bekomen ‘kommen, begegnen, wachsen, erhalten’.

bekomm,bekomme,bekommend,bekommt,bekam,bekommst,

Die zum Tw. kommen gehörende, in den meisten ger. Sprachen vorhandene Vorsilbenbildung (vgl. auch als außergerm. Parallele lat. convenīre ‘zusammenkommen, eintreffen, übereinstimmen, passen’) bedeutet ursprünglich ‘hinzu-, herbeikommen’, unterliegt aber in den einzelnen ger. Sprachen einer starken Bedeutungsdifferenzierung, z. B. got. biqiman ‘überfallen’,asächs. bikuman ‘kommen’, aengl. becuman ‘sich ereignen, eintreffen, gelangen’, engl. to become ‘werden, sich ziemen’, nl. bekomen ‘erhalten, zuträglich sein’.

Im Dt. wird räumliche Annäherung (frühnhd. vor allem ‘begegnen, treffen’) noch bis ins 17. Jh. ausgedrückt, daneben entwickeln sich seit dem Ahd. die Bedeutungen ‘erhalten’ (zunächst intransitiv mit Genitiv, so ahd. bei Otfrid und häufig im Mhd.) und ‘hervorkommen, wachsen, gedeihen’ (bis Anfang des 19. Jhs.) sowie, an die letztere anschließend, der unpersönliche Gebrauch ‘gedeihlich, zuträglich sein’ (‘etw. einbringen, zu etw. gereichen’ bereits im Freisinger Paternoster, 9. Jh.).

Zu bekommen mit dem Sinn ‘erhalten, kriegen’ entstehen in jüngerer Zeit Zusammensetzungen wie abbekommen (Anfang 19. Jh.), freibekommen (Ende 19. Jh.),herausbekommen (18. Jh.).