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bleiben

aus AufEinWort, der freien Forschung

beib + -en | mit seinem Leib am Ort verweilen;  verwandt mit, Leib, Leim, leben; ahd. leiban?, leiben ‘hinterlassen, übriglassen’; ahd. bilīban eigentlich "bei Leib an" ‘wegbleiben, unterbleiben’ (8. Jh.), mhd. belīben, blīben,

im Sinne, dass es am Ort etwas gibt, dass einen dort "kleben, anhafften" lässt (21. Jh. ndt.); eigentlich "bei Leib an", am Leib (dort wo es einem lieb ist) habend, belassend;  ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’;

¦√¦ uig. *leyp-; uig. *lei- ‘schleimig, schmieren’; uig. *leip- ‘mit Fett beschmieren, kleben’; verwandt mit, Leib, Leim, leben; Möglich ist für ger. Formen mit der Bedeutung ‘übrigbleiben, -lassen’ aber auch ursprüngliche Zugehörigkeit zur Ww. uig. *leiku̯- (siehe elf und leihen).

¦↵¦ uger. *bilībaną, bi- +‎ *lībaną, "bei bleiben"; germ. *līƀan; ahd. leiban?, leiben ‘hinterlassen, übriglassen’; ahd. bilīban eigentlich "bei Leib an" ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd. belīben, blīben, mnd. mnl. blīven, nl. blijven, aengl. belīfan sind Präfixbildungen zu einem untergegangenen Simplex ger. *līƀan, zu dem auch die Kausativa ahd. leiben ‘hinterlassen, übriglassen’, aengl. lǣfan, anord. leifa gehören.

Die germ. Formen verbinden sich mit aind. limpáti ‘schmiert, klebt (an)’, griech. lípos (λίπος) ‘Fett’, lit. lìpti ‘kleben (bleiben), klebrig sein’, aslaw. prilьpěti ‘anhaften’ und führen auf uig. *leip- ‘mit Fett beschmieren, kleben’, eine Erweiterung der Wurzel uig. *lei- ‘schleimig, schmieren’ (s. Leim), so daß für bleiben von ‘klebenbleiben, haften’ auszugehen ist (dazu s. auch leben).

Möglich ist für germ. Formen mit der Bedeutung ‘übrigbleiben, -lassen’ aber auch ursprüngliche Zugehörigkeit zur Wurzel uig. *leiku̯- (siehe elf und leihen).

bleib,bleibe,bleibend,bleibt,bleibst,bliebe,geblieben,blieb,bliebe,blieben,