Zum Inhalt springen

der Weisheit letzter Schluß

aus AufEinWort, der freien Forschung

Der Weisheit letzter Schluss

[✐ | ✎]

Am Ende seines Lebens hat der erblindete Faust in Johann Wolfgang von Goethes Drama Faust II die Vision eines paradiesischen Landes, das dem Meer abgerungen wurde und ständig gegen die Flut verteidigt werden muss. Er kommt zu folgender Erkenntnis:

Da rase draußen Flut bis auf zum Rand,
Und wie sie nascht, gewaltsam einzuschießen,
Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.
Ja! diesem Sinne bin ich ganz ergeben,
Das ist der Weisheit letzter Schluß:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muß.[1]

Mit den Worten nicht der Weisheit letzter Schluss meint man heute, dass etwas nicht die perfekte Lösung ist. So ist ein Artikel der Tageszeitung Die Welt über die Spinner GmbH mit den Worten „Jobs abbauen ist nicht der Weisheit letzter Schluß“ überschrieben.[2]

  1. ↑ Johann Wolfgang von Goethe: Faust II, 5. Akt, Großer Vorhof des Palasts. Zitiert nach Großer Vorhof des Palasts auf zeno.org
  2. ↑ welt.de