deskriptiv
deskript-iv Adj. lat.-deu. ‘beschreibend’ (Anfang 19. Jh.); Deskription betreffend, entsprechend
vermutlich aus gleichbed. frz. descriptif, slat. dēscrīptīvus, entlehnt.
Deskriptiv (von lateinisch describere ‚beschreiben, umschreiben‘) bezeichnet einen beschreibenden bzw. abbildenden Standpunkt, der den Anspruch einer wertfreien Betrachtung erhebt. Ziel ist eine faktische Darstellung. Beim wissenschaftlichen Arbeiten wird besonders zwischen normativen und deskriptiven Betrachtungen unterschieden, um intersubjektiv nachvollziehbare Grundlagen zu entwickeln, beispielsweise in der Betrachtung politischer Systeme.
| Adjektiv | ||
|---|---|---|
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
| deskriptiv | — | — |
| Alle weiteren Formen: Flexion:deskriptiv | ||
| Worttrennung: de·skrip·tiv, keine Steigerung Aussprache: IPA: [deskʁɪpˈtiːf], [ˈdeːskʁɪptiːf] | ||
Bedeutungen:
- [1] Linguistik: beschreibend, etwas unter Verwendung der Begriffe der Linguistik darstellend
- [2] allgemein: sachlich darstellend
Herkunft:
- Anfang des 19. Jahrhunderts entlehnt, vermutlich von französisch gleichbedeutend descriptif → fr, das auf das ebenfalls gleichbedeutende lateinischedēscrīptīvus → la zurückgeht.[1]
Synonyme:
- [1, 2] beschreibend, [sachlich] darstellend
Gegenwörter:
- [1] präskriptiv, normativ
- [2] argumentativ, normativ, wertend
Beispiele:
- [1] Deskriptiv ist einer der Schlüsselbegriffe der modernen Sprachwissenschaft, die sich vor allem als deskriptive Linguistik versteht und damit von präskriptiven Ansätzen abgrenzt.
- [1] „Diese Formulierungen zeigen die Abwendung von einer eher präskriptiven Sprachbeschreibung zugunsten einer eher deskriptivenOrientierung.“[2]
- [2] „Vereinfachend könnte man feststellen, daß in Nachrichten eine deskriptive und in Kommentaren eine argumentative Themenbehandlung zu beobachten ist.“[3]
Charakteristische Wortkombinationen:
Wortbildungen: