dicht
Erscheinungsbild
dich--t deu. ‘undurchlässig, nahe beieinander’
- dicht Adj. ‘undurchlässig, nahe beieinander’,
- mhd. dīhte, mnd. dicht(e) ‘undurchlässig, stark, tüchtig, häufig, wahrhaftig’,
- aengl. -þiht,
- engl. tight,
- mnl. dicht(e),
- nl. dicht,
- anord. þēttr,
- swed. tät (germ. *þīhta-, aus *þenhta-)
- führen
- mit mir. tēcht ‘geronnen’
- und lit. tánkus ‘dicht, häufig’
- auf die Wurzel uig. *tenk- ‘(sich) zusammenziehen, fest, dicht werden’ (s. auch gedeihen).
- Im Germ. tritt Ersatzdehnung nach n-Ausfall vor -h- ein
- (vgl. mhd. dīhte, frühnhd. deicht).
- Im Mnd. wird die Länge wieder beseitigt;
- die Form mit kurzem i, mnd. dicht, dringt im 16. Jh. ins Md. und wird danach allgemein schriftsprachlich. –