docta ignōrantia
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In De docta ignorantia bekennt sich Nikolaus zur neuplatonischen, besonders von Pseudo-Dionysius betonten negativen Theologie, die alle positiven Aussagen über Gott als unzulänglich und insofern irreführend verwirft. Er wendet sich Gott nicht zu, indem er Wissen über ihn für sich beansprucht, sondern indem er Wissen über sein eigenes Nichtwissen erlangt und damit eine über sich selbst „belehrte Unwissenheit“ (docta ignorantia).[1]
- ↑ Gerhard Schneider: Gott – das Nichtandere, Münster 1970, S. 65–70; Christian Ströbele: Performanz und Diskurs: Religiöse Sprache und negative Theologie bei Cusanus, Münster 2015.