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durch

aus AufEinWort, der freien Forschung

dur + -ch | ‘hindurch, über … weg’; räumlich im Sinne von ‘hinein und wieder hinaus’; ‘wegen, auf Grund’; ‘mittels, von’; ‘vorbei’ (zeitlich) und ‘entzwei’ ist weitgehend umgangssprachlich;

¦√¦ uig. *ter(ə)- ‘hinübergelangen, hindurchdringen, überqueren’

¦↵¦ durch Präp. Adv. Ahd. thuruh ‘durch, wegen, über’ (8. Jh.), mhd. durch, dur, asächs. thurh, thuru, mnd. dȫr, dörch, aengl. þurh, engl. through, mnl. dōre, duere, nl. door, (mit Ablaut) aengl. þerh, got. þaírh (germ. *þurh- und *þerh-) führen mit den außergerm. Verwandten lat. trāns ‘hinüber, hindurch, über … hin, hinaus, jenseits’ (s. trans-, Tradition) und aind. tiráḥ ‘durch, über, abseits’ auf uig. *ter(ə)- ‘hinübergelangen, hindurchdringen, überqueren’, adverbial und präpositional ‘hindurch, über … weg’.

Der kehligen Auslaut der ger. Formen vergleicht sich mit der nachsilbigen Verstärkung in aind. tiraścā́, awest. tarasča ‘durch … hin, über … hin’.

Als Voranstellung wird durch räumlich im Sinne von ‘hinein und wieder hinaus’ (heute häufig ergänzt um hindurch) verwendet, kausal steht es für ‘wegen, auf Grund’ (beide Verwendungsweisen bereits ahd.), modal für ‘mittels, von’.

Der umstandswörtlicher Gebrauch ‘vorbei’ (zeitlich) und ‘entzwei’ ist weitgehend umgangssprachlich. durch- bildet seit ahd. Zeit (trennbare oder untrennbare) Wortzusammensetzungen, vgl. durchbrechen, durchbringen, durchgehen, durchlaufen, durchstechen.