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ehe

aus AufEinWort, der freien Forschung

eh + -e | ‘bevor’ Ahd. ēr ‘früher, einst, eher’ (8. Jh.), mhd. ē(r), asächs. mnd. ēr, mnl. eer, ēre, nl. eer, aengl. ǣr, got. airiz (ger. *airiz) ist adverbialer Komparativ neben dem adjektivischen Komparativ ahd. ēriro (um 800), mhd. ērer, ērre, erre, mnd. ēre(r), mnl. eerre, aengl. ǣrra, got. airiza.

Zugrunde liegt ein im Dt.untergegangener Positiv, der in got. air und anord. ār ‘früh’ erhalten und mit grie. ḗri (ἦρι) ‘früh, morgens’ und awest. ayar- ‘Tag’ verwandt ist.

Möglich ist Anschluß an eine Ausgangsform uig. *ā̌ier-, *ā̌ien- ‘Tag, Morgen’.

Zur Ww. uig. *ā̌i- ‘brennen, leuchten’? Nhd.eher, zuerst im Md., ist aus frühnhd. ehe (für mhd. ē) in Anlehnung an den adjektivischen Komparativ mhd. ērer, ērre ‘der frühere, vorige’ hervorgegangen.

Der Superlativ ehest ist seit dem 17. Jh. geläufig.

Die Konjunktion ehe entwickelt sich bereits im Mhd. aus dem Ustw. mit der Bedeutung ‘vorher’, vgl. ich gehe nicht, ehe du kommst (eigentlich vorher kommst du).