er
er | er | Fw. aus was heraus, woher stammend, zugehörig sein, dessen Eigenschaften habend (21. Jh. ndt.); uger. *iz, uwger. *iʀ, ahd. ir, er ‘er’, mhd.er,
asächs. it ‘es’, anord. (runisch) is, eʀ ‘er’, got. is ‘er’, sind wie es verwandt mit aind. idám ‘es’, also ir, er, iʒ, eʒ seien sprachwissenschaftlich ergründet ursprünglich Träger der Bedeutung "es", wie auch in lat. is ‘derjenige, jenige, dieser, er’, id ‘dasjenige, jenige, dieses, es’ und lit. jìs ‘er, sie’, air. ē ‘er’ (wohl aus *eis), so daß ein Fürwortstamm uig. *ei-, *i-, *ís, *éy. daneben wohl auch uig. *e- anzusetzen ist.
Das Fürwort er wurde früher auch mit Er als Anrede (17. Jh. mhd.);
Für das Germ. wird im Nennfall/Werfall Einz. ml. ein allen Sprachen ursprünglich gemeinsames *is, *iz bzw. *ez angenommen;
- es sind asächs. und aengl. *iz, *ez in schwachtoniger Stellung zu *ē̌, *ī̌ geworden;
- und durch anlautendes h- aus dem Zeigefürwort uwger. *hiz, ger. *hi- (z. B. in ahd. *hiu tagu, s. heute) gestützt worden,
- daher asächs. hē̌, hī̌ ‘er’, mnd. hē, aengl. hē̌ ‘er’, engl. he.
Das gleiche h- erscheint in anord. hann ‘er’ (aus hānn, *hānʀ, dessen Wortkern *ānn, *ānʀ wohl aus ger. *jainaz, vgl. got. jains, s. jener, hervorgegangen ist).