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exozentrisch

aus AufEinWort, der freien Forschung

exo-zentrisch lat.-deu. Wrtdtng:: wrtl. "außermittig"; sgm. "außerwörtlich", „Solche Wortbildungen, bei denen das Gemeinte außerhalb der durch die Wortglieder angegebenen Wortbedeutungen liegt, nennt man exozentrisch"

Anm. KF:: Offenbar entspricht exozentrisch wörtlich an sich "außermittig", wobei außerhalb der unmittelbaren Mitte alles sein kann, jedoch wird versucht mit exozentrisch zu verdeutlichen, daß ein Wort in dessen Bedeutung außerhalb der aus dem Wortlaut heraus vernehmbaren Bedeutung liegt und somit die Bedeutung außerwörtlich ist; besteht Übereinstimmung in Wortlaut und Wortbedeutung, so ist die Bedeutung innerwörtlich.

Positiv Komparativ Superlativ
exozentrisch — —
Alle weiteren Formen: Flexion:exozentrisch

Worttrennung:

exo·zen·t·risch, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ɛksoˈt͡sɛntʁɪʃ]

Bedeutungen:

[1] Linguistik: in Sätzen nicht füreinander einsetzbar; nicht zur gleichen Kategorie gehörend

Herkunft:

aus altgriechisch éxo ‚draußen‘ und lateinisch centrum aus altgriechisch kéntrum ‚Mittelpunkt‘

Gegenwörter:

[1] endozentrisch

Beispiele:

[1] „Nachtisch“ und „Zwischeneiszeit“ sind exozentrische Wörter, da sie zu anderen Bedeutungskategorien gehören als ihr Grundwort, Determinatum, und daher auch nicht für das jeweilige Grundwort eingesetzt werden können: „Der Nachtisch hat sehr gut geschmeckt“, aber nicht: „Der Tisch hat sehr gut geschmeckt.“ Exozentrisch: Ein „Nachtisch“ ist kein „Tisch“, eine „Zwischeneiszeit“ ist keine „Eiszeit“.
[1] „Solche Bildungen, bei denen das Gemeinte außerhalb des durch die Glieder Angegebenen liegt, nennt man auch exozentrisch – es sind meist Komposita, aber auch anderes.“[1]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] exozentrisches Kompositum, exozentrische Konstruktion