fehlen
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fehl Adj. Adv.
[✎]- ‘falsch, irrig, ergebnislos’,
- das seit Ende des 15. Jhs. vielfach nachweisbar ist,
- heute nur noch in der jungen Wendung fehl am Platz(e) sein ‘unpassend, unangebracht sein’.
- Der genannte verbale Bildungstyp ermöglicht substantivische Zusammensetzungen, ohne daß in jedem Falle das entsprechende Verb vorausgeht, vglw. Fehltritt
fehlen Vb
[✎]- fehlen Vb. ‘abwesend, nicht vorhanden sein, einen Irrtum, ein Unrecht begehen’,
- Aus afrz. falir, faillir ‘verfehlen, im Stich lassen, versagen, fehlschlagen, sich irren’
- (frz. faillir ‘einen Fehler begehen, sich irren, versagen’),
- dann auch ‘jmdm. entgehen, mangeln, nötig sein’ (oft unpersönlich afrz. frz. il faut ‘es ist nötig’),
- das über vlat. *fallīre auf lat. fallere ‘betrügen, täuschen, irreführen’ zurückgeht,
- wird mhd. vælen, vēlen ‘verfehlen, nicht treffen’ entlehnt,
- daneben gleichbed. mhd. failieren, fālieren, fallieren mit stärkerer Bewahrung der fremden Form
- (zu unterscheiden von nhd. fallieren ‘Bankrott machen’,
- Übernahme des 16. Jhs. von gleichbed. ital. fallire, im 16./17. Jh. auch ‘betrügen’,
- in diesem Sinne unmittelbar aus dem vlat. *fallīre, from Latin fallere „täuschen, enttäuschen“).
- Das zunächst als Turnierausdruck aufgenommene Verb (‘beim Stoß mit der Lanze das Ziel verfehlen’)
- gilt bereits im Mhd. entsprechend dem afrz. Vorbild auch für
- ‘sich irren’, für ‘fehlschlagen’ und ‘mangeln, nicht zur Verfügung stehen’.
- gilt bereits im Mhd. entsprechend dem afrz. Vorbild auch für
- Eine Variante mhd. veilen setzt sich noch in frühnhd. feilen fort, namentlich im Md.,
- wohl beeinflußt durch ebenfalls aus dem Frz. stammendes mnd. fēilen ‘verfehlen, fehlschlagen, mangeln, im Stich lassen’.
- Aus afrz. falir, faillir ‘verfehlen, im Stich lassen, versagen, fehlschlagen, sich irren’
Ergebnis Abwesenheit der Vollständigkeit eines Dasein, welches jemand oder etwas zu Fall oder Scheitern gebracht hat; auf Grund von Auslassen, übersehen, übergehen, nicht beachten oder ähnlich bewirkter zustand der Unvollständigkeit, welcher Ursache für einen Mangel wurde;
Zustand der Abwesenheit der Vollständigkeit eines Dasein, welches jemand oder etwas zu Fall bringt, scheitern lässt; daran hindert zu vervollständigen, schließen, beenden, etwas zu beginnen oder richtig zu machen;
¦√¦ möglicherweise aus uig. *bʰāl- „lügen, täuschen“ oder uig. *(s)gʷʰh₂el- „stolpern“; die Wortrückbildungen sind sowas von wirr und unglaubwürdig, nach meinem Eindruck ist fehl eher mit fallen verwandt und die Wortwurzel daher eher uig. *h₃elh₁-; möglicherweise auch mit helen "bedecken, verbergen, verstecken" verwandt;
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