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fältig

aus AufEinWort, der freien Forschung

Fält + -ig, Nf. v. faltig

-Fältig[1]

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[36] -Fältig, in einigen wenigen Fällen -faltig, das vorige Wort, welches mit allen bestimmten und einigen unbestimmten Zahlwörtern zusammen gesetzet wird.

Es bildet alsdann,

  • 1) Wiederhohlungszahlen,
    • wie -fach, anzudeuten, daß eine Sache so oft zusammen gelegt, genommen oder wiederhohlt werden soll, als es das vorstehende Wort erfordert.
      • Eine dreyfältige[36] Schnur, Pred. 4, 12.
    • Mit bestimmten Zahlwörtern ist es in dieser Bedeutung im Hochdeutschen wenig mehr üblich, weil -fach dafür gebraucht wird;
  • 2) Verhältnißzahlen,
    • ein geometrisches Verhältniß zu bezeichnen, in welcher Bedeutung -fach nicht üblich ist.
      • Zehnfältige, hundertfältige Früchte bringen, zehn Mahl, hundert Mahl so viel, als man ausgesäet hat.

Anm.

  • Dieses Wort ist in Gesellschaft der Zahlwörter schon alt, denn sibun falta, thrifaldu, thrizug falto und zehenzug falto kommen schon bey dem Kero, im Isidor und Tatian vor.
  • Das ä ist der herrschende Vocal, nur in dreyfaltig, wenn es von dem göttlichen Wesen gebraucht wird, und in mannigfaltig behält es das a.
  • Im Oberdeutschen ist dafür noch -falt üblich, zweyfalt, dreyfalt, mannigfalt u.s.f. welches aber im Hochdeutschen veraltet ist.
  1. ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 36-37. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000142557 Lizenz: Gemeinfrei Faksimiles: 36 | 37 Kategorien: Lexikalischer Artikel