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gähnen

aus AufEinWort, der freien Forschung

gähn + -en | ‘(vor Müdigkeit oder aus Langeweile) den Mund unwillkürlich weit öffnen und tief ein- und ausatmen, klaffen, weit offen liegen’, ahd. ginēn (8. Jh.), ginōn (um 900) ‘den Mund aufsperren, gähnen’, mhd. ginen, genen, 

gähn,gähne,gähnend,gähnende,gähnenden,gähnendem,gähnender,gähnendes,gähnt,gähnte,gähnten,gegähnt,

asächs. ginon, mnd. gēnen, mnl. ghēnen, aengl. ginian, geonian, anord. gina, ablautend ahd. geinōn ‘gähnen, den Mund öffnen’ (9. Jh.), aengl. gīnan ‘klaffen, gähnen’, engl. to yawn, anord. gīna 

gehören mit grie. cháskein (χάσκειν), chá͞inein (χαίνειν) ‘gähnen, klaffen’, chásma (χάσμα) ‘klaffende Öffnung’, cháos (χάος) ‘leerer Raum, Luftraum’, lat. hiāre und hīscere ‘gähnen, klaffen, aufgesperrt sein’, lit. žióti ‘gähnen, den Mund aufsperren’, aslaw. zinǫti ‘gähnen, klaffen, den Mund öffnen’

und zịjati ‘den Mund aufreißen’, russ. zínut’ (зинуть) und ziját’ (зиять) ‘den Mund aufsperren, gähnen’

zu der den Gähnlaut nachahmenden Ww. ig. *g̑hēi-, *g̑hē-‘gähnen, klaffen, offenstehen’; verwandt sind Geest, Geifer, Gaumen, vermutlich auch gaffen.