gären
Erscheinungsbild
"wärmen, aufwallen, brodeln, kochen";
‘sich aus höheren organischen Verbindungen in niedere zersetzen, schäumend aufbrausen’, übertragen ‘bedrohlich, unruhig werden’.
- Das
- starke Verb
- ahd. jesan (9. Jh.; vgl. gijesan, 8. Jh.),
- mhd. jesen, gesen, geren, gern, jern ‘in Gärung geraten, gären, schäumen’
- sowie das Kausativum
- ahd. jerien ‘in Gärung versetzen’ (9. Jh.)
- führen mit den unter Gischt genannten Wörtern ger. Herkunft
- und den außerger. Verwandten
- aind. yásyati ‘siedet, wird heiß, ist wütend, schäumt über’,
- griech. zé͞in (ζεῑν) ‘kochen, wallen, sieden’, zóē (ζόη) ‘Gischt, Schaum’,
- kymr. ias ‘Sieden, Schäumen, Kochen’,
- bret. gòell ‘Hefe’
- und den außerger. Verwandten
- auf die Wurzel uig. *i̯es- ‘wallen, schäumen’.
- starke Verb
- Das Verb,
- ursprünglich das Kochen des Wassers bezeichnend,
- wird im Germanisch und Keltisch auf den Vorgang des Gärens übertragen;
- mhd. und nhd. Formen mit r
- stammen aus den durch grammatischen Wechsel von s und r gekennzeichneten Präteritalformen
- (vgl. Prät. Plur. mhd. jāren);
- stammen aus den durch grammatischen Wechsel von s und r gekennzeichneten Präteritalformen
- der Anlaut
- g für j
- (mhd. nur vor folgendem i wie in der 3. Pers. Sing. Präs. giset)
- hat sich unter dem Einfluß von gar in allen Formen durchgesetzt.
- g für j