gemütlich
Erscheinungsbild
Gemüt + -lich | ‘behaglich, zwanglos-heiter’, mhd. (selten) gemuotlich, gemüetlich ‘dem muote entsprechend, angenehm, vollkommen’, dann ‘dem Gemüt angehörig, das Gemüt betreffend’ (16. Jh.), ‘lieb, willkommen, dem Sinn und Wunsch entsprechend’ (16. Jh., geläufig seit 18. Jh.; vgl. ahd. gimuoti, 9. Jh., mhd. gemuot ‘den Sinn ansprechend, wohlgefallend, lieb’); oft im Unterschied zu ‘verstandesmäßig’ (1. Hälfte 18. Jh., in pietistischen Kreisen entwickelt und verbreitet), daher ‘was das Gemüt anspricht und befriedigt’ sowie ‘was aus dem Gemüt kommt’ (Ende 18. Jh.), woraus sich die heutige, oben genannte Bedeutung entwickelt.