germanisch
Erscheinungsbild
Bedeutungen:
- [1] die Germanen betreffend
- [2] Germanien betreffend
- [3] keine Steigerung: die germanische Sprachgruppe betreffend
Abkürzungen:
Herkunft:
- Ableitung des Adjektivs zu Germane mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -isch
Gegenwörter:
Oberbegriffe:
- [1–3] indogermanisch/ indoeuropäisch
Unterbegriffe:
- [1] altgermanisch, gemeingermanisch, neugermanisch, protogermanisch, urgermanisch, vorgermanisch
- [3] elbgermanisch, kontinentalgermanisch, kontinentalwestgermanisch, nordgermanisch, nordseegermanisch, ostgermanisch, weser-rhein-germanisch, westgermanisch
Beispiele:
- [1] „Aber der germanischste von uns, das ist dein Bruder Roger.“[1]
- [1] „Der Dunkelheit ihres Teints, der Schwärze ihres Scheitels und ihrer still und freundlich blickenden Augen nach hätte man sie für eine Welsche halten können, wenn nicht doch eine gewisse germanische Derbheit der Gesichtsbildung dem widersprochen hätte.“[2]
- [2] Die germanischen Völker machten den Römern große Probleme.
- [2] „Die Verstorbenen endeten in jenen gewaltigen Hochmooren, die sich vor 2000 Jahren im germanischen Hinterland an der Nordseeküste erstreckten.“[3]
- [3] Im Deutschen leben viele germanische Wörter weiter, z.B. das germanische Wort *wunskaz „Wunsch“.
- [3] „Die hervorstechendsten Kennzeichen der germanischen Sprachen, die Verschiebung der Verschlußlaute (sogenannte 1. oder germanischeLautverschiebung) und die Zurückziehung des frei beweglichen Worttones auf die Stammsilbe, sind in den frühesten germanischen Wörtern und Namen bereits ausgebildet.“[4]
- [3] „Stärker als in vielen anderen germanischen Sprachen - Isländisch und Färöisch einmal ausgenommen - beeinflussen auch Sprechgeschwindigkeit, angestrebte Deutlichkeit, allgemeine Faktoren der Sprechsituation sowie stilistische Faktoren die Aussprache des Dänischen in erheblichem Maße.“[5]
Wortbildungen: