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goldene Spirale

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Goldene Spirale und Spira mirabilis

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Goldene Spirale und Spira mirabilis hängen mit dem Goldenen Schnitt zusammen. Sie sind nicht als Konstruktion mit Zirkel und Lineal darstellbar. Für eine Näherungskonstruktion bedarf es – wie im Folgenden erläutert – eines Goldenen Rechtecks bzw. eines Goldenen Dreiecks.[1]

Goldene Spirale

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Q: goldener Schnitt (Geometrische Aussagen)


Die Goldene Spirale, auch Bernoulli’sche Spirale genannt, ist ein Sonderfall der logarithmischen Spirale: Ihr Streckungsfaktor (siehe Zentrische Streckung) ist Φ,[2] die Zahl des Goldenen Schnitts. Sie lässt sich mittels rekursiverTeilung eines Goldenen Rechtecks in je ein Quadrat und ein weiteres, kleineres Goldenes Rechteck näherungsweise konstruieren. Ihr Radius ändert sich bei jeder 90°-Drehung um den Faktor Φ.

Die Goldene Spirale lässt sich unter Verwendung von Polarkoordinaten durch

r(θ)=Φ2θπ

parametrisieren.[3] Die Idee von Polarkoordinaten ist hierbei, einen Punkt P in der Ebene durch seinen Abstand r zum Ursprung und den mit der x-Achse eingeschlossen Winkel θ festzulegen. Dessen Polarkoordinaten sind dann (r,θ), und durch Wahl des Radius in Abhängigkeit vom sich verändernden Winkel θ lassen sich manche geometrische Figuren durch eine entsprechende Funktion r(θ) einfacher beschreiben als in klassischen kartesischen Koordinaten. Zu beachten ist, dass mehrfache Umdrehungen um den Ursprung, etwa in den Fällen θ0=0 (Ausgangslage), θ1=2π (eine Volldrehung), θ2=4π (zwei Volldrehungen) usw. unterschiedliche Radii hervorrufen können, was auch an der nicht-periodischen Figur der Spirale zu erkennen ist.

Eine brauchbare Näherung für die Goldene Spirale findet sich bereits bei Kepler. Man erhält diese Approximation, wenn man in die Quadrate Viertelkreise mit dem Radius der Seitenlänge des Quadrats einzeichnet. Dies ist im mittleren Bild illustriert. Im linken Bild wird die Güte dieser Approximation veranschaulicht.

Die Goldene Spirale ist unter den logarithmischen Spiralen durch die folgende Eigenschaft ausgezeichnet. Seien P1,P2,P3,P4 vier auf der Spirale aufeinanderfolgende Schnittpunkte mit einer Geraden durch das Zentrum. Dann sind die beiden Punktepaare P1,P4 und P2,P3 harmonisch konjugiert, das heißt, für ihr Doppelverhältnis gilt:[4]

(Pθ,Pθ+3π; Pθ+π,Pθ+2π)=(−Φ6−Φ4)(−Φ2−1)(−Φ6+Φ2)(+Φ4−1)=−Φ2(−Φ2+1)2=−1
  1. ↑ Albrecht Beutelspacher, Bernhard Petri: Der Goldene Schnitt. Spektrum, Heidelberg/Berlin/Oxford 1988, ISBN 3-411-03155-7, S. 57–61.
  2. ↑ Albrecht Beutelspacher, Bernhard Petri: Der Goldene Schnitt. Spektrum, Heidelberg/Berlin/Oxford 1988, ISBN 3-411-03155-7, S. 57–61.
  3. ↑ Albrecht Beutelspacher, Bernhard Petri: Der Goldene Schnitt. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 1996, S. 60.
  4. ↑ Forum Geometricorum Volume 16 (2016) 429–430 (PDF).