heiß
Erscheinungsbild
¦∅¦ sehr starke Wärme aufgrund von Brand oder Glut durch verbrennen;
¦⊕¦ sehr strake Anregung, Erregtheit und daher ein Daseinszustand höchster Bewegung eines Daseins (Anm. KF:);
¦⊗¦ ‘sehr warm’, übertragen ‘leidenschaftlich, heftig, erregend’
- ahd. (9. Jh.), mhd. heiʒ,
- asächs. mnd. hēt,
- mnl. nl. heet,
- aengl. hāt,
- engl. hot,
- anord. heitr,
- swed. het
- gehören mit
- ablautendem got. heitō ‘Fieber’
- und den unter Hitze (s. d.) behandelten Substantivbildungen
- zu einer d-Erweiterung der Wurzel uig. *kā̌i-, *kī̌- ‘Hitze’,
- an die sich
- ahd. hei ‘Brand an Pflanzen’ (9. Jh.),
- heia ‘Hitze’ (um 1100),
- giheii ‘Brand’ (Hs. 12. Jh.),
- mhd. gehei(e) ‘Brand, Hitze’
- anschließt.
Einer t-Erweiterung
- der nur im Germ. und Balt. vertretenen Wurzel
- folgen
- lit.
- kaĩsti ‘heiß machen, werden’,
- kaitrà, kaĩtris ‘drückende Hitze, Schwüle, Glut’,
- kaitrùs ‘Hitze verbreitend, brennend, sengend’,
- lett. kaist ‘heiß werden, brennen’.
- lit.
¦√¦ uig. *kay- „Brand, heiß, heitzen“; uig. *kā̌i-, *kī̌- ‘Hitze’;
¦↵¦ uig. *kayd- ; uger. *haitaz; ahd. (9. Jh.), mhd. heiʒ,
an sich ahdt., mhdt. heiʒ aufgrund von verfehlter Schreibreform. s. heißen, ahd. heiʒan
From Proto-Indo-European *kayd-, a derived form of *kay- (“hot; to heat”).