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historiê

aus AufEinWort, der freien Forschung

historiē ῐ̔στορῐ́η (ionisch für klassisch historía/ἱστορία) Historie ursprgl. „Erkundung“, „Nachforschung“ oder „Wissenserwerb durch Fragen“.

Die etymologische Wurzel lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

  • Ursprung: Es leitet sich vom griechischen Substantiv ἵστωρ (hístōr) ab, was „Wissender“, „Kundiger“ oder „Richter/Zeuge“ bedeutet. [1]
  • Wortstamm: Dieses Wort wiederum stammt von der indogermanischen Wurzel *wid- bzw. *weid- („sehen“, „erkennen“ oder „wissen“) ab, woraus sich im Griechischen das Verb eídon („ich sah“) entwickelte. [1]
  • Bedeutungsentwicklung: Ein hístōr war jemand, der den Hergang von Dingen beobachtet hatte oder befragen konnte, um die Wahrheit herauszufinden. Daraus entstand das Verb historeîn („forschen“, „beobachten“) und schließlich die historiē („die Nachforschung, das Erfragen der Wahrheit“). [1, 2]

Das Wort wurde historisch durch berühmte Gelehrte wie Herodot geprägt, der seine Nachforschungen und Aufzeichnungen über die Perserkriege im 5. Jahrhundert v. Chr. als historiai bezeichnete. [1]


Historiê peri physeos (Nachforschung über die Natur) wird später gebraucht, um sich spezifisch auf die Naturforschung zu beziehen, die von den vorsokratischen Kosmologen betrieben wurde, aber Herodots Gebrauch zeigt, daß historiê zur Zeit Heraklits Nachforschung in einem ganz allgemeinen Sinn bezeichnete und keine spezifische Bezugnahme auf die kosmologische Nachforschung der Vorsokratiker hat (Huffman 2008b).