Zum Inhalt springen

hohl

aus AufEinWort, der freien Forschung

hohl Adj. ahd.-deu.

  • ‘innen nicht ausgefüllt, leer, nach innen gekrümmt, konkav, dumpf klingend, ohne inneren Gehalt’.
  • Die Herkunft des germ. Adjektivs
    • ahd. (8. Jh.),
    • mhd. asächs. mnd. mnl. nl. aengl. hol
    • (vgl. sustantiviertes engl. hole ‘Loch, Grube, Höhle’),
    • anord. holr (germ. *hula-)
  • ist nicht geklärt.
    • Falls sich aind.
      • kulyam ‘Aufbewahrungsort für die Knochen eines verbrannten Leichnams’,
      • kulyā́ ‘Bach, Graben, Kanal’,
      • kúlam ‘Geschlecht, Sippe, Menge, Herde’,
      • mahā-kulá- ‘eine große Höhlung habend’
    • und
      • griech. kaulós (καυλός) ‘Stengel, Federkiel, Schaft’,
      • lat. caulis (vlat. cōlis) ‘Stengel, Stiel, Strunk, Kohl’ (s. Kohl1),
      • mir. cuaille ‘Pfahl’,
      • lit. káulas ‘Knochen, Bein, Kern im Steinobst’,
      • lett. kauls ‘Knochen, Stengel, Kern, Schale’,
      • apreuß. kaulan ‘Knochen, Bein’
    • vergleichen lassen, kann von uig. *kaul-, *kul- ‘hohl, Hohlstengel, Röhrenknochen’ ausgegangen werden.