klastern
KLASTERN[1], prasseln, platzen u. ä., landsch. rest eines alten wortes: nd. in der Altmark klistern und klastern vom hagel der an diefenster schlägt [ Danneil] 109a. ebenso altengl. clastre to clatter (rasseln, klatschen). aber auch eine ahd. spur in clastregan imber (gr. 2, 517.[ Graff] 2, 441), d. i. platzregen, klatschregen, es gab wol ein zeitwort clastôn o. ä. Mit einer andern wendung der bed. (s. [ 1DWb] klappern 2) und andrer anlautstufe schott. glaster schwätzen, auch bellen, sich rühmen (schwäb. glascht m. stimme [ Schmid] 232 ? vgl. sp. 893 unten), was auchmit clastre vorhin gemeint sein kann. ebenso im anlaut mrh. 15. jh. glisten frendere (knirschen) [ Dief.] 247a, s. das verwandte gleichbedeutende knistern (gnistern); das bezeugt mit klistern vorhin alten ablaut des stammes. weiteres unter kleschen, s. auch knastern.
- ↑ „KLASTERN“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=K06575>, abgerufen am 05.02.2024.