lógon didónai
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lógon didónai agr. λόγον διδόναι 'Gründe geben'; 'Rechenschaft ablegen',
lόgon didόnai (altgriechisch für „Rechenschaft geben“ oder „Gründe darlegen“) war ein zentrales Prinzip in der antiken Philosophie, besonders im Platonischen Denken und der sokratischen Dialektik. Philosophen forderten dies, um echtes, begründetes Wissen (Epistéme) von bloßer Meinung (Doxa) zu trennen. [1, 2, 3, 4, 5]
Warum nannten sie es so und nutzten es?
- Ursprung im Alltag: Der Begriff stammt ursprünglich aus der attischen Gerichts- und Verwaltungspraxis, wo Beamte oder Angeklagte ihre Handlungen rechtfertigen mussten. [1, 2]
- Das sokratische Gespräch: Sokrates (in den Schriften von Platon) übernahm diese Praxis für die Philosophie. Um eine Behauptung als echtes Wissen anerkennen zu können, musste man im fragenden Dialog „Rede und Antwort“ stehen und stichhaltige Gründe für die eigene Überzeugung liefern können.[1, 2, 3]
- Wahrheitsfindung: Nur wer lόgon didόnai praktizierte – also seine Prämissen und Schlussfolgerungen logisch verteidigen konnte – bewies, dass er die Sache wirklich verstanden hatte, anstatt nur Vermutungen nachzuplapper