mummen
mumm + -en | Vb. ‘dumpf und undeutlich reden, brummen, murmeln’ (16. Jh.), dazu die Wiederung mummeln (s. unten); vgl. auch nl. (mundartlich) mommen ‘undeutlich reden, kauen’, spätmhd. mumme ‘brummende Kuh’, engl. (älter) mum ‘mit geschlossenen Lippen erzeugter Brummton’.
Daneben stehen nhd. mummen ‘(sich) einhüllen (bis zur Unkenntlichkeit), sich maskieren’ (16. Jh.), heute dafür vornehmlich vermummen.
Der etymologische Zusammenhang beider Bedeutungsstränge mummen ‘dumpf und undeutlich reden, brummen, murmeln’ und ‘verkleidete, maskierte Person’ scheint offensichtlich, die semantische Auseinanderentwicklung ist jedoch nicht mit Sicherheit erkennbar.
Vielleicht ist von einem lautnachahmenden Lallwort mum-, mom- ‘undeutliche Töne von sich geben’ auszugehen.
Da auch maskierte Personen Schrecklaute oder (durch die Maske behindert) verdumpfte Laute ausstoßen, kann sich ‘undeutlich reden, Gebrumm’ zu ‘sich maskieren, Maskerade’ entwickelt haben.