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nóōi

aus AufEinWort, der freien Forschung

nóōi noôi agr. νόωι, νόῳ Verstand, Vernunft oder Intellekt; Denken, Gesinnung oder Absicht; Als Dativ der Art und Weise oder des Mittels (oft übersetzt als "im Geiste", "mit dem Verstand" oder "in Gedanken"

  • Dativ Singular des altgriechischen Substantivs νόος (nóos) bzw. der attisch zusammengezogenen Form νοῦς (noûs).

Die genaue sprachgeschichtliche Herkunft des Wortes ist bis heute nicht abschließend geklärt. Linguisten vermuten jedoch, dass es sich um ein sehr altes ererbtes Erbwort handelt.

In der modernen historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft (z.B. nach Robert Beekes) gibt es mehrere konkurrierende Theorien: [1]

  • Ursprung aus dem Verbalen: Es könnte von der indogermanischen Wurzel für "spinnen" (wie das Spinnen von Fäden am Webstuhl) abstammen. Dies entwickelte sich metaphorisch zu "das Weben oder Spinnen der Gedanken". [1, 2]
  • Keine sichere indogermanische Wurzel: Das Etymological Dictionary of Greek hält fest, dass es zwar ein altes, ererbtes Wort ist, aber keine absolut sichere Verwandtschaft zu Wörtern in anderen indogermanischen Sprachen (wie dem Lateinischen oder Sanskrit) aufweist. [1, 2, 3]

Sprachliche Besonderheit (Formenlehre)

  • Kontraktion: Die ursprüngliche Form ist νόος. Im Attischen (dem Dialekt von Athen) sowie in der Koine wurden die beiden Vokale zu νοῦς zusammengezogen (ο + ο = ου). Im Dativ verschmilzt dies zu νόῳ bzw. νοῦ. [1, 2, 3, 4, 5]
  • Dialekte: Epische Texte (wie Homers Ilias oder Odyssee) oder ionische Autoren (wie der Geschichtsschreiber Herodot) verwenden meist die unkontrahierte Form νόῳ

νόῳ • (nóōi)

  1. dative singular of νόος (nóos)