nehmen
nehm-en | ‘(Anteil) mit den Händen ergreifen, fassen, wegnehmen, entziehen’
nehm,nehme,nehmt,nimmt,genommen,nahmen
uig. *nem- "zuteilen, nehmen";
¦⊕¦ sich zu eigen machen, in Besitz ergreifen, fassen, erhalten; auf Grund von Übereinstimmung bewirktes oder erwirktes werdendes oder seiendes Haben;
¦↵¦ uig. *nem- "nehmen", ugerm. *nemaną, ger., uwger. *neman; ahd. neman (8. Jh.); mhd. nemen,nëmen, nd. nehmen, asächs. niman, neman, mnd. mnl. nēmen, nl. nemen, afries. nema, aengl. niman, engl. (älter) to nim, anord. nema, dän. nemme "lernen, greifen", got. niman (ger. *neman), schwed. förnimma "vernehmen, wahrnehmen", sind vergleichbar mit grie. némein (νέμειν) ‘austeilen, verteilen, ordnungsgemäß zuteilen, lenken, leiten, verwalten, sich aneignen, besitzen, bebauen, Weideland zuteilen, (ab)weiden, verzehren’, lett. (mit sekundärer Palatalisierung des Anlauts) n̹emt, awest. nəmah- ‘Darlehen’, air. nem ‘Gift’, lat. numerus ‘Zahl, Anzahl’, lit. núoma, núomas, lett. noma ‘Miete, Pacht’, so daß eine Wurzel uig. *nem- ‘zuteilen, nehmen’ (von der Vorstellung der hingestreckten Hand), auch (von ‘zuteilen’ ausgehend) ‘anordnen, rechnen, zählen’ angesetzt werden kann.