nicht
niowiht
ni + -cht | ni + Wicht | ni "nein, kein, nie" und Wicht "Ding", daher "kein Ding";
¦∅¦ ‘nicht irgendein Ding’; drückt eine Verneinung aus; (vor einem Eigenschaftswort mit schlechter Bedeutung) drückt eine bedingt positive Einstellung oder auch Anerkennung des Sprechers aus;
¦⊕¦ etwas unterlassen sollen; Etwas oder jemand, der abwesend ist;
¦⊗¦ zusammengerückt aus *na aiwin wihtes "kein eines/ewig Wichtes", als Ausgangsbedeutung ergibt sich etwa ‘nicht irgendein Ding’, ahd. niowiht und mhd. niwiht, niht wird als Pronominalsubstantiv verwendet (vgl. mhd. diu trügevreude ist ein niht) und kann als Verstärkung zur Negationspartikel hinzutreten, vgl. mhd. ich enweiʒ (es) niht. Seit dem 12. Jh. schwindet die dem Verb vorangestellte Partikel, so daß nihtallein die negierende Funktion übernimmt, vgl. mhd. ich weiʒ (es) niht. Reste substantivischen Gebrauchs sind erhalten in mitnichten, mhd. mit nihten (aus mit nihte niht), und zunichte (machen), mhd. ze nihte (aus ze nihte niht);
anl. *niowiht, niewiht nio(“nie”) + wiht(“Wicht”, nl. *niowiht, nio “niemals”) + wiht(“thing, creature”niewiht, niet + -en, mnl. niwet, niet,
*ne (“not”) + *aiw-(“ever”) + *wihtą (“thing”).
It was originally a pronoun meaning "not a thing", and was later used to reinforce a regular negation. The pronomial meaning was lost in Middle Dutch. English not, and its older forms naught and nought, were formed in the same way, but "not" also lost its sense as a pronoun and became a negation adverb as in Dutch.
¦√¦ siehe nein und Wicht;
¦↵¦ zusammengerückt aus *na aiwin wihtes "kein eines/ewig Wichtes", "‘nicht irgendein Ding", ahd. wiht ‘Wesen, Ding’; Ahd. niowiht (8. Jh.), mhd. niwiht, niweht, niht, asächs. nio-, neo-, niewiht, mnd. nicht, niet, mnl. nl. niet, afries. nāwet, naut, nāt, aengl. nōwiht, engl. nought sowie got. ni waíht ‘nichts’
nicht Adv. der Verneinung. Ahd. niowiht (8. Jh.), mhd. niwiht, niweht, niht, asächs. nio-, neo-, niewiht, mnd. nicht, niet, mnl. nl. niet, afries. nāwet, naut, nāt, aengl. nōwiht, engl. nought sowie got. ni waíht ‘nichts’ ist zusammengerückt aus *na aiwin wihtes, der unter ↗nein (s. d.) angeführten Verneinungspartikel (ahd. ni), dem unter ↗je (s. d.) dargestellten Wort (ahd. io) und dem unter ↗Wicht (s. d.) behandelten Substantiv (ahd. wiht ‘Wesen, Ding’, als substantivisches Pronomen ‘etwas’). Als Ausgangsbedeutung ergibt sich daher etwa ‘nicht irgendein Ding’. Ahd. niowiht und mhd. niwiht, niht wird als Pronominalsubstantiv verwendet (vgl. mhd. diu trügevreude ist ein niht) und kann als Verstärkung zur Negationspartikel hinzutreten, vgl. mhd. ich enweiʒ (es) niht. Seit dem 12. Jh. schwindet die dem Verb vorangestellte Partikel, so daß nihtallein die negierende Funktion übernimmt, vgl. mhd. ich weiʒ (es) niht. Reste substantivischen Gebrauchs sind erhalten in mitnichten, mhd. mit nihten (aus mit nihte niht), und zunichte (machen), mhd. ze nihte (aus ze nihte niht); s. auch unten nichts.