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noetisch

aus AufEinWort, der freien Forschung
Adjektiv (Deutsch)
Worttrennung: no·e·tisch
keine Steigerung
Aussprache: IPA: [noˈʔeːtɪʃ]
Positiv Komparativ Superlativ
noetisch — —
Alle weiteren Formen: Flexion:noetisch

noet-isch agr.-deu.

Bedeutungen:

[1] Philosophie: die Noetik, die Lehre vom Denken und Erkennen geistiger Gegenstände, betreffend
[2] Philosophie: die Noesis, die geistigen Tätigkeiten und das Denken, betreffend

Herkunft:

Ableitung des Adjektivs zum Stamm des Substantivs Noetik mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -isch

Beispiele:

[1] „Wenn sich nämlich das exacte Denken derart (oder ähnlich) historisch stufenweise entwickelt, so entsteht die noetische Frage nach dem Kriterium der Gewissheit: Worin habe ich die Bürgschaft, dass das jetzige Denken exact, positiv, und dass es definitiv ist?“ (1899)[1]
[1, 2] „Erforderlich ist es vielmehr für jeweils spezifische Gedächtnisphänomene die zentrale phänomenologische Frage zu beantworten: auf welche Weise (noetisch) ist was (noematisch) Gegenstand von Erfahrung?“[2]
[2] „Das Einschwören der 68er auf die grüne Ideologie hatte zur Folge, daß man sich von der Politik des Amerikanischen Systems abwandte, so daß die Vereinigten Staaten sowohl physisch als auch noetisch zerstört wurden.“[3]

Wortbildungen:

noetisch-noematisch