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parasýmbama

aus AufEinWort, der freien Forschung

parasýmbama παρασύμβαμα ist ein zusammengesetztes Substantiv, das sich aus den folgenden altgriechischen Bausteinen zusammensetzt:

  • παρά (para-): Eine Präposition mit der Grundbedeutung von „neben“, „daneben“, „entlang“ oder „abweichend“.
  • σύν (syn-): Ein Präfix, das „zusammen“ oder „mit“ bedeutet.
  • βαίνω (baíno): Das Verb für „gehen“, „schreiten“ oder „treten“ (vom Stamm -ba-, woraus sich das Suffix -bama ableitet).


Begriff der stoischen Grammatik und Logik. Es handelt sich dabei um ein grammatisches Kunstwort, das ein spezifisches, unpersönliches Prädikat (Aussagewort) beschreibt.

Die Stoiker unterschieden Prädikate danach, wie sie mit dem Subjekt und verschiedenen Fällen (Kasus) interagieren: [1, 2, 3]

  • Symbama (direktes/persönliches Prädikat): Eine vollständige Aussage, bei der das Subjekt im Nominativ (erster Fall) steht (z. B. „Sokrates geht“). [1, 2]
  • Parasýmbama (indirektes/unpersönliches Prädikat): Eine vollständige Aussage, deren Verb sich auf ein Subjekt in einem obliquen Kasus (z. B. Akkusativ oder Dativ) bezieht (z. B. „Es gereut den Sokrates“oder „Es kümmert mich“). [1, 2, 3]

Fun Fact zur Bekanntheit des Begriffs:

Das Wort ist heute absolut ungebräuchlich. Es wurde vor allem durch die berühmte Schrift „Die Versteigerung der philosophischen Orden“ des antiken Satirikers Lukian von Samosata berühmt. Darin wird der stoische Philosoph Chrysippos verspottet, der den Unterschied zwischen Symbama und Parasýmbama anhand einer bizarren Metapher mit einem lahmen Fuß erklärt, der an einen Stein stößt