passive Genesis (Husserl)
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Der Begriff der passiven Genesis stammt aus der genetischen Phänomenologie nach Edmund Husserl. Er beschreibt, wie Sinn, Vorstellungen und Erfahrungen in unserem Bewusstsein völlig unwillkürlich und ohne bewusstes, aktives Zutun unseres Verstandes entstehen und sich verfestigen. [1, 2, 3, 4]
Die wichtigsten Kernpunkte der passiven Genesis auf einen Blick:
- Das Prinzip der Assoziation: Die passive Genesis wird maßgeblich durch Assoziationen angetrieben. Ein Sinneseindruck (z. B. ein Geräusch) ruft automatisch Erinnerungen oder andere Vorstellungen hervor. [1, 2]
- Keine Ich-Beteiligung: Anders als beim logischen Denken oder Urteilen ist das "Ich" hier nicht der aktive Erzeuger. Die Gedanken und Sinneseindrücke "widerfahren" uns vielmehr (auch als Rezeptivitätbezeichnet). [1, 2, 3, 4]
- Grundlage der Lebenswelt: Die passive Genesis ist der Fundus, aus dem unser bewusster Verstand (die aktive Genesis) überhaupt erst schöpfen kann. Sie formt unser inneres Zeiterleben und unsere grundlegenden Überzeugungen über die Wel