prangen
Erscheinungsbild
prang + -en | ‘in Glanz und Pracht erscheinen, leuchten, strahlen, auffällig angebracht sein’, älter auch ‘prahlen’, mhd. frühnhd. brangen, prangen ‘prahlen, großtun, sich zieren’, mnd. prangen ‘prunken’;
"im Rang hoch tun" (21.Jh. ndt.).
Aus ‘prahlen, großtun’ entwickelt sich im älteren Nhd. ‘mit Prunk auftreten, stolzieren’, woran sich die heutige Bedeutung ‘sich durch Schönheit und Glanz auszeichnen’ anschließt. Im Nhd. gilt (durch Luther gefördert) der aus dem Niederdeutsch und Mitteldeutsch stammende Anlaut pr-. Herkunft ungewiß.
Doch ist prangenwohl mit nahestehendem Prunk, prunken zu verbinden und für beide auf Grund einer vorauszusetzenden Bedeutung ‘laut, lärmend, prahlend reden’ lautmalender Ursprung anzunehmen.