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quant

aus AufEinWort, der freien Forschung

quant mhdt.

QUANT[1], m.

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ein nach herkunft und ursprünglicher bedeutung unsicheres nd. wort.1) tand, was nur zum schein geschieht Schiller - Lübben 3, 395ᵇ, vor quant brem. wb. 3, 394, altmärk. väör quant, zum schein Danneil 165ᵇ (s. quantsweise); persönlich, schalk, schelm, windbeutel (holl. kwant) Schiller-Lübben 3, 396ᵃ. Kilian 420ᵃ. brem. wb. 3, 394. Stürenburg 189ᵇ. Schütze 3, 256. Schottel 1380. Stieler 2500. Rädlein 715ᵃ. Schmidt westerw. idiot. 152. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 312, köln. dickes, auch ungezogenes kind Hönig 130ᵇ.

2) adv. quantsweise (auch quantz-, quans-, quantweise), mnd. quants-, quantwîse (quantzwîs städtechron. 13, 171, 24, verquantzis uis 355, 20, s. verquanten), mnl. quantsuîs aus in quantes wîse, nur zum schein, nicht im ernst, angeblich, s. die angeführten wörterb. und Richey 198. Dähnert 367ᵃ. Hennig 201. Schambach 163ᵃ: der bub lest die geissel fallen, steigt ab quantzweis dieselbige zu holen. Henneberger landtafel 79; quanzweis rein. Hamann 4, 429; ich habe so quansweise gehorcht. Hermes Soph. (1776) 4, 348;

der hirsch wollt' einst ein elend sein

und dehnt' sich und bekam quantsweis das böse wesen.

Herder 1, 326 H.

verhochdeutscht gewandsweise Richey 198 (schlesisch). Ludwig 1438. Reinwald 1, 47 ('gleichsamvorwandsweis' 48). Lessing 8, 89. 11, 408 (s. J. Grimm Reinh. s. 281 f. Andresen volksetym.³ 230), nachdem schon vorher quant aus gewand und gewandt gedeutet worden war, s. Stieler 2500. Schmid schwäb. wb.517. Stürenburg 189ᵇ; entstellt per quanzius Hönig köln. mundart 130ᵇ.

  1. ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1889), Bd. VII (1889), Sp. 2313, Z. 79.