rationale Kosmologie
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rationale Kosmologie
- Bei den griechischen Gelehrten Thales, vor allem bei Anaximander (6. Jahrhundert v. Chr.), begann der Prozess der Rationalisierung. Anaximander entwarf erstmals ein Weltbild, welches auf gesetzmäßigen kausalen Zusammenhängen basierte und den Himmelsobjekten eine physikalische Natur zuordnete. Nach Anaximander sei das unendliche Universum die Quelle einer unendlichen Zahl von Welten, von denen die erlebte Welt nur eine sei, die sich abgespalten und ihre Teile durch Drehbewegung gesammelt habe. In die gleiche Richtung gingen die kosmologischen Entwürfe der Atomisten Demokrit und Anaxagoras.
- Auch begriffsgeschichtlich ist das belegt: Ältere Nachschlagewerke führen den Terminus auf Wolffs Cosmologia Generalis zurück und behandeln „cosmology“ bzw. den daraus entwickelten Bereich ausdrücklich als neuzeitliche philosophische Disziplin.