relationale Quantenmechanik
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Die Relationale Quantenmechanik (RQM), maßgeblich von Carlo Rovelli entwickelt, ist eine Interpretation der Quantentheorie, die besagt, dass physikalische Eigenschaften nicht absolut, sondern nur relativ zwischen Systemen existieren. Sie lehnt einen "objektiven" Gesamtzustand ab und postuliert, dass Realität durch Interaktionen entsteht, wodurch verschiedene Beobachter unterschiedliche, aber wahre Beschreibungen desselben Ereignisses haben können.
Hier sind die Kernaspekte der Relationalen Quantenmechanik:
- Beziehungsabhängigkeit: Physikalische Größen (wie Ort oder Impuls) eines Objekts sind nur in Bezug auf ein anderes System (den Beobachter) definiert.
- Kein absoluter Zustand: Es gibt keinen einzigen, objektiven Zustand des Universums. Ein Teilchen kann für einen Beobachter A in einem bestimmten Zustand sein, während es für Beobachter B in einem anderen Zustand (z. B. Superposition) ist.
- Ereignisbasiert: Die Theorie konzentriert sich auf quantenmechanische Ereignisse, die während Interaktionen zwischen Systemen stattfinden, anstatt auf eine universelle Wellenfunktion.
- Lokale Perspektiven: Die Welt besteht aus einer Vielzahl lokaler Perspektiven. Die Realität entsteht aus der Wechselwirkung.
- #Anwendung: Sie bietet eine Lösung für das Messproblem, indem der Kollaps der Wellenfunktion als rein relative Änderung für den Interaktionspartner betrachtet wird.
RQM ähnelt in ihrer Betonung der Wechselwirkung der speziellen Relativitätstheorie, in der Geschwindigkeiten ebenfalls nur relativ zueinander definiert sind.