schwellen
Erscheinungsbild
schwellen1 schwell-en Vb. ‘sich aufblähen, ausdehnen, dicker werden’.
- Das starke Verb
- (germ. *swellan)
- ahd. swellan (8. Jh.),
- mhd. swellen ‘(an)schwellen’,
- asächs. swellan,
- mnd. swellen, swillen,
- mnl. swellen,
- nl. zwellen,
- afries. swella,
- aengl. swellan,
- engl. to swell,
- anord. svella,
- schwed. svälla
- (vgl. auch got. ufswalleins f. ‘Aufgeblasenheit’)
- und das abgeleitete, schwach flektierende Kausativum
- (germ. *swallijan)
schwellen2 schwell-en Vb. ‘aufgebläht, ausgedehnt, dicker machen’,
- ahd. biswellen ‘stauen, verstopfen’ (9. Jh.),
- mhd. swellen ‘stauen, hemmen’,
- mnl. swellen,
- anord. svella ‘vermehren’
- gehören (mit Schwulst und Schwiele, s. d.) zu einer isolierten Wortgruppe ohne außergerm. Anschlußmöglichkeiten.
- Die Form des starken Präteritums lautet ursprünglich schwall, erst im 18. Jh. (z. B. bei Adelung) setzt sich schwoll durch.