schwinden
schwind + -en | Tw. ‘sich vermindern, aufhören zu existieren’, ahd. swintan ‘abmagern, welken, bewußtlos werden’ (um 800), mhd. swinden ‘abnehmen, vergehen, abmagern, welken, bewußtlos werden’, asächs. farswindan, aengl. swindan (westger. *swendan; s. auch schwindeln und verschwenden). Herkunft unsicher.
schwinde,schwindet,schwund
Vergleichbar sind aslaw. uvędati ‘verwelken’, russ. vjánut’, uvjadát’ ‘welken’ und (ablautend) kslaw. ǫditi ‘räuchern’, vielleicht auch armen. k‛andel ‘zerstören, ruinieren, abbrechen’, so daß eine Wortwurzel uig. *(s)u̯endh- ‘schwinden’ angenommen werden könnte.
Auffällig ist hingegen semantisch nahestehendes ahd. swīnan ‘schwinden, abnehmen’ (um 800), mhd. swīnen, auch ‘abmagern, welken, in Ohnmacht fallen’, mnd. swīnen ‘träge sein’, isl. (ohne n-Erweiterung) svía ‘nachlassen’ zu der unter schweigen angegebenen Wortwurzel uig. *su̯i- ‘schwinden, nachlassen, schweigsam werden’; ein lautgerechter Anschluß von ger. *swenda-, nhd. schwinden ist hier freilich nicht möglich.
Als Ausgangsbedeutung des Egsw. geschwind ist ‘stark, kräftig’ anzunehmen, die sich über ‘gewandt’ zu ‘schnell’ entwickelt (ähnlich wie bei bald). siehe dazu geschwind und gesund, somit schwinden, das verlieren an Sträke, Kraft bedeutet.