senden
¦∅¦ ‘gehen oder reisen machen’; ‘gehen lassen, schicken’
¦√¦ uig. *sent- ‘eine Richtung nehmen, gehen’, übertragen ‘empfinden, wahrnehmen, fühlen’; *séynos;
¦↵¦ ger. *senþnan, ger. *sandijan ‘gehen oder reisen machen’, ahd. senten (8. Jh.), mhd. senden, asächs. sendian, mnd. mnl. senden, nl. zenden, afries. senda, aengl. sendan, engl. to send, anord. senda, schwed. sända, got. sandjan ist Kausativum (ger. *sandijan ‘gehen oder reisen machen’) zu einem starken Verb ger. *senþnan, in ahd. aengl. sinnan ‘gehen, wandern, reisen’, s. Gesinde und sinnen. Mit den dort genannten ger. und außerger. Formen ist es auf eine Wurzel uig. *sent- ‘eine Richtung nehmen, gehen’, übertragen ‘empfinden, wahrnehmen’ zurückführbar.
Die Präteritalformen weisen Rückumlaut auf, der jedoch schon im Ahd. teilweise beseitigt wird (ahd. santa, vereinzelt sentita, gisant neben gisentit, mhd. nur sante, aber gesant neben gesendet, nhd. sandte neben sendete, gesandt neben gesendet). Diese Doppelformen wirken in neuerer Zeit insofern bedeutungsdifferenzierend, als für senden im Sinne von ‘ausstrahlen über Funk’ nur sendete, gesendet üblich ist.