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sprießen

aus AufEinWort, der freien Forschung

sprießen1 | sprieß + -en | Tw. ‘hervorwachsen’, mhd. sprizen, ablautend (md.) sprūzen, asächs. ūtsprūtan (9. Jh.), mnd. mnl. sprūten, nl. spruiten, afries. sprūa, aengl. -sprūtan, engl. to sprout, schwed. spruta ‘spritzen’ (ger. *spreutan, *sprūtan).

Ist verwandt mit den unter spreizen, Spreu, Sprosse und sprühen genannten Wortformen und stellt sich mit got. sprautō ‘schnell, bald’, kymr. ffrwst (aus *sprudto-) ‘Hast’, lit. spráusti, spriáusti ‘hineinzwängen, zwängen, einklemmen, klemmen’ zu einer Zahnlautweiterung uig. *spreud- ‘spritzen, schnell hervorwachsen, sprießen’ der unter sprühen angegebenen Wurzel uig. *(s)p(h)er-, erweitert *sprei-, *spreu- ‘streuen, säen, sprengen, spritzen, sprühen’, zu der als weitere Verwandte griech. spé͞irein ‘säen, besäen’, auch ‘ausstreuen, aussprengen, verbreiten’, mir. sreb ‘Strom’ gehören.

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sprießen2 | sprieß + en | Tw. abgeleitet von spreizen; ‘(mit Holz) stützen, verstreben’, ahd. spriuzan ‘(unter)stützen, befestigen, sich stemmen’ (8. Jh.), mhd. spriuzen ‘stützen, stemmen’, frühnhd. spreussen, spreissen (16. Jh.). Es sind Ableitungen von dem zu stark flektierendem sprießen1 (s. d.) gehörenden Substantiv ahd. spriuza (10. Jh.), spätmhd. spreitze, spräutze frühnhd.sprücze, sprütze, sprutz (15. Jh.), nhd.

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