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sputen

aus AufEinWort, der freien Forschung

sput-en Vb. reflexiv ‘sich beeilen’.

  • Zugrunde liegt
    • mnd. spōden ‘eilig entsenden, antreiben’, meist reflexiv ‘sich beeilen’,
    • das in die Literatursprache (spuden, 17. Jh., sputen, 18. Jh.) aufgenommen wird.
  • Voraus gehen
    • ahd. gispuoten ‘gelingen lassen’, reflexiv ‘eilen’ (um 1000; im Mhd. ohne Fortsetzung),
    • asächs. spōdian ‘fördern’,
    • die wie
      • mnl. nl. spoeden ‘eilen’,
      • aengl. (ablautend) spēdan ‘gelingen, Erfolg haben’,
      • engl. to speed ‘eilen’, (älter) ‘Glück haben’
    • zu einem in
      • ahd. spuot f. ‘Erfolg, Fortgang, Wesen’ (8. Jh.),
      • mhd. spuot f. ‘glückliches Fortschreiten, Gelingen, Schnelligkeit, Beschleunigung’,
      • asächs. spōd ‘Gelingen’,
      • mnl. spoet,
      • nl. spoed ‘Eifer, Gedeihen’,
      • aengl. (ablautend) spēd, spǣd ‘Gedeihen, Beschleunigung, Eile’,
      • engl. speed ‘Erfolg, Eile’ belegten Substantiv
      • (germ. *spōdi-)
    • gebildet sind.
    • Dieses steht als ti-Abstraktum zu einem nur in
      • aengl. spōwan ‘gelingen, glücken, Erfolg haben’ überlieferten starken Verb,
    • zu dem sich als schwach flektierende Ableitung
      • ahd. spuoen ‘gelingen, Erfolg haben’ (um 1000),
      • mhd. spuon ‘vonstatten gehen, gelingen, beschleunigen’
    • stellt.
  • Mit
    • aind. sphā́yatē ‘wird feist, nimmt zu’, sphīta- ‘gedeihlich, reichlich’,
    • lat. spatium ‘Raum, Zwischenraum, Bahn, Zeitraum, Frist, Dauer, Länge’,
    • lit. spė́ti ‘Muße haben, schnell genug sein’,
    • aslaw. spěti ‘fortschreiten, gedeihen, einen guten Fortgang haben’,
    • russ. spet’ (спеть) ‘reifen’
    • und den unter spät und sparen genannten Wortformen
  • ist auf die Wurzel ie. *sp(h)ē(i)-, *spī- und *sphē-, *sphə- ‘gedeihen, sich ausdehnen, vorwärtskommen, Erfolg haben, gelingen’ zurückzugehen.